In Nordrhein-Westfalen

Zwei Promille: Fahrgäste stoppen betrunkenen Lokführer

Normalerweise nutzt man im angetrunkenen Zustand extra die öffentlichen Verkehrsmittel. Problematisch wird es, wenn der Lokführer ebenfalls etwas getrunken hat.

Stolberg - Ein stark alkoholisierter Lokführer ist am Sonntagabend in Nordrhein-Westfalen aus dem Verkehr gezogen worden. Zwei Fahrgäste hatten sich auf der Fahrt von Aachen nach Stolberg über das abrupte An- und Abfahren des Regionalzuges gewundert und den Lokführer direkt angesprochen. Weil der 30-Jährige betrunken wirkte, alarmierten sie die Polizei. Ein Alkoholtest ergab einen Wert jenseits der zwei Promille, wie ein Polizeisprecher sagte. Wie lang der Mann bereits im Dienst gewesen sei, könne man noch nicht sagen. Der Führerschein des Fahrers wurde eingezogen, ihn erwartet nun ein strafrechtliches Verfahren.

Die Deutsche Bahn betonte, für die Fahrgäste habe aufgrund der Sicherungssysteme im Zug und an der Strecke keine Gefahr bestanden. Bei der Bahn gelte ein absolutes Alkoholverbot von 0,0 Promille. Lokführer und anderes Betriebspersonal würden regelmäßig während des Dienstes von ihren Teamleitern überprüft. Die Bahn untersucht unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen arbeitsrechtliche Schritte gegen den Lokführer.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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