Zwei Tote bei Busunfall

Hamburg - Ein Feuerwehrfahrzeug rast in Hamburg zu einem Einsatz - und rammt dabei einen Linienbus. Zwei Fahrgäste kommen ums Leben, 23 Menschen werden verletzt.

Der Linienbus der Hamburger Hochbahn wurde über die Straße und den Bürgersteig in einen Vorgarten geschleudert, ein weißes Stück Stoff weht noch aus einem der zerborstenen Fenster. Auf dem Boden davor liegt eine schwarze Plane. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Linienbus und einem Löschfahrzeug der Feuerwehr sind am Mittwoch in dem Bus eine 62 Jahre alte Frau und ein 78-Jähriger Mann ums Leben gekommen, 23 Menschen wurden verletzt.

Die Bilder vom Unglücksort

Dramatischer Busunfall in Hamburg

Das Löschfahrzeug war nach Angaben der Feuerwehr gerade auf dem Weg zu einem Brand. Als sich der Linienbus von einer Bushaltestelle am Bahnhof Hamburg-Tonndorf auf die vierspurige Hauptstraße einfädelte, stießen die beiden Fahrzeuge zusammen. Ob der Feuerwehrwagen mit Blaulicht und Martinshorn zu dem Einsatz fuhr, war zunächst unklar.

Nach der Kollision raste der Gelenkbus von der Straße weiter in den Vorgarten des Einfamilienhauses. Dabei schlug er eine Schneise durch das Grün, vorbei an kleinen Bäumen und Büschen und kam erst wenige Meter vor dem Balkon des Hauses zum Stehen. Zehn Meter hinter dem Bus steht der Wagen der Feuerwehr, die Windschutzscheibe ist zerstört, davor liegen Wrackteile auf dem Asphalt.

Immer wieder strömen Passanten aus der Unterführung des Bahnhofs, sie werden wenige Meter weiter von der Polizeiabsperrung und Beamten auf Abstand gehalten. Viele beginnen lautstark zu spekulieren: Wie ist der Bus in den Vorgarten gekommen? Wer hat den Unfall verursacht? Ebenfalls an einer Absperrung steht eine 37 Jahre alte Anwohnerin, die den lauten Knall gehört hat. “Das ist ein grauenvolles Bild“, sagt sie. Sie sei schockiert, das so etwas direkt vor der eigenen Haustür passiere. “Man denkt ja immer, vielleicht ist jemand dabei, den man kennt.“

Diese Sorge treibt wohl auch die anderen Passanten in der schwülen Hitze des Sommertages an den Unfallort. Die Anwohnerin Vanessa Stephan ist ebenfalls durch den Knall der Kollision aufgeschreckt worden. “Da war auch schon alles voller Feuerwehr- und Polizeiautos. Man wusste ja auch erst nicht, ob das Feuerwehrauto mit zum Unfall oder den Rettungswagen gehört.“ Seelsorger kümmerten sich um die Fahrgäste aus dem Bus und die Rettungskräfte der Feuerwehr.

dpa

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