Zwei Tote bei Ferienhausexplosion in Österreich

Graz - Bei einer Explosion in einem österreichischen Ferienhaus sind am Freitagabend zwei Urlauber ums Leben gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt, unter ihnen eine 26-jährige Deutsche aus Heppenheim in Hessen, teilten die Behörden am Samstag mit.

Die deutsche Studentin erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Sie studiere in Wien und habe mit ihren österreichischen Kommilitonen, drei Frauen und vier Männern, Urlaub in dem Haus in der Dachstein-Tauernregion in der Steiermark gemacht.

Ursache des Unglücks war laut Polizeiermittlungen Wasserüberdruck in einem Kachelofen, der von den Studenten zur Beheizung des Ferienhauses verwendet wurde. Der Ofen diente als Zentralheizung. In einem eingebauten Wasserbehälter wurde Wasser für die Heizkörper erhitzt. Da die Studenten laut Berichten der österreichischen Nachrichtenagentur APA alle Ventile der Heizkörper geschlossen hatten, entlud sich der Wasserdruck in einer Explosion. Dabei wurden drei Außenwände des Hauses weggerissen, die Decke stürzte ein.

Die Ermittler vermuten, dass sich zwischen 20 und 30 Liter Wasser in dem Behälter befanden. «Wenn man bedenkt, dass ein Liter Wasser rund 1760 Liter Wasserdampf ergibt, kann man sich vorstellen, mit welchem Druck sich das entladen hat», sagte ein Ermittler der APA.

Drei Männer wurden unter den Trümmern des Hauses begraben. Am Freitagabend konnten zwei 23 Jahre alte Studenten aus Wien und Niederösterreich nur noch tot geborgen werden. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt, die anderen fünf Oper leicht. Einige der Leichtverletzten wurden bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen, teilte die Polizei am Samstag mit.

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