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Zwei weitere Kältetote in Spanien

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- Madrid - Die seit Weihnachten anhaltende Kältewelle in Spanien hat zwei weitere Menschenleben gefordert. Im Norden des Landes wurde ein 23-Jähriger in der Gegend von León tot aus einer Schneewehe geborgen. In den Pyrenäen erfror nach Presseberichten vom Mittwoch ein Bergsteiger, der von einem Schneesturm überrascht worden war. Zuvor war in Córdoba in Südspanien ein Obdachloser an Unterkühlung gestorben.

Die Front der Unwetter verlagerte sich am Mittwoch auf den Nordosten Spaniens und die Balearen. Auf der Balearen-Insel Menorca wurden alle Häfen wegen Sturms geschlossen. Der Fährbetrieb wurde zeitweise eingestellt. Vier Flüge nach Menorca mussten nach Angaben der Flughafenbehörde gestrichen werden. Sturmböen entwurzelten Bäume und rissen Werbetafeln um.

Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero kündigte an, dass die Bevölkerung künftig vor den Auswirkungen von Unwettern besser geschützt werden soll. Der Zivilschutz und die Straßendienste sollen mehr Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem soll die Koordination zwischen den verschiedenen Behörden und der Polizei verbessert werden. Der Regierungschef zog damit die Konsequenzen aus dem Schneechaos der vergangenen Tage. Rund 9000 Autofahrer hatten eine Nacht im Schnee festgesessen und heftige Kritik an den Behörden geübt. 

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