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Zweiter Fall von Rekruten-Misshandlung in Österreich

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- Wien - In Österreich gibt es möglicherweise einen zweiten Fall von Rekruten-Misshandlung. Nach Informationen der Zeitung "Tiroler Bezirksblätter" sollen bereits im vergangenen Dezember Wehpflichtige einer Innsbrucker und Landecker Kompanie im Rahmen eines so genannten Kampftages mit Kabeln gefesselt sowie Schlafentzug und Scheinfolterungen ausgesetzt worden sein.

Österreichs Verteidigungsminister Günther Platter teilte am Montag mit, Staatsanwaltschaft und Beschwerdekommission des Bundesheeres seien bereits eingeschaltet.

Platter hatte am vergangenen Freitag Kommandeure einer Kompanie in Freistadt (Oberösterreich) vom Dienst suspendiert. Dort waren Rekruten nach einem zweitägigen Gewaltmarsch einer vorgetäuschten Geiselnahme ausgesetzt worden. Ihnen wurden von den Ausbildern Säcke übergestülpt. Anschließend mussten sie durch Schlamm und über einen nassen Misthaufen robben. Ausbilder traten ihnen in den Rücken und auf den Kopf. Die Aktion wurde mit einer Videokamera festgehalten.

Platter kündigte an, eine Kommission seines Ministeriums werde unverzüglich mit der Untersuchung der neuen Vorwürfe beginnen, "damit eine lückenlose Aufklärung so wie im Fall Freistadt gewährleistet" sei. Es gebe "Null-Toleranz" gegenüber Übergriffen, meinte er.

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