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Rettungskräfte tragen einen Schwerverletzen auf einer Trage.

Verheerendes Unglück in Taiwan

Zweites Todesopfer nach Farbpulver-Explosion

Taipeh - Die Explosion von leicht entzündbaren Farbpulver in einem Freizeitpark in Taiwan fordert ein zweites Todesopfer. Ein 19-jähriger Student erlag seinen schweren Brandverletzungen.

Nach der Explosion von Farbpulver in einem Freizeitpark der taiwanischen Hauptstadt Taipeh gibt es mittlerweile zwei Todesopfer. Der 19-jährige Student Liu Chih-wei sei den schweren Brandverletzungen erlegen, die er bei dem Unglück am Samstag erlitten hatte, teilte am Donnerstag ein Arzt des Taichung-Krankenhauses in Taipeh mit. "Mehr als 95 Prozent seiner Haut waren verbrannt und seine Atemwege beschädigt, als er ins Krankenhaus eingeliefert worden war", führte der Mediziner aus.

"Nach einer Notfallbehandlung hat seine Familie ihn nicht mehr leiden sehen wollen und beschloss, ihn gehen zu lassen", sagte der Arzt. Bereits am Montag war eine 20-Jährige ihren Verletzungen erlegen. Sie hatte an 90 Prozent ihrer Haut Verbrennungen erlitten. Ihr zwölfjähriger Bruder wurde mit 80 Prozent Verbrennungen weiter im Krankenhaus behandelt.

Unterdessen kam ein 20-Jähriger, der Verbrennungen an 90 Prozent seiner Haut erlitten hatte, nach Angaben des Taichung-Krankenhauses wieder zu Bewusstsein. Lu Yi-ming könne selbstständig atmen, sogar mit einer Hand und Fragen beantworten, sagten die Ärzte laut taiwanischer Nachrichtenagentur Central News Agency. Dies sei "ein medizinisches Wunder".

Bei dem Unglück während einer Party im "Formosa Fun Coast"-Wasserpark am Stadtrand von Taipeh waren am Samstagabend fast 500 Menschen verletzt worden, mehr als 200 von ihnen schwer. Während der fröhlichen Feier verwandelte sich über der Menge versprühtes Farbpulver plötzlich in einen Feuerball und erfasste hunderte der rund tausend Gäste.

AFP

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