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Etwa 1000 Stellen sind beim Telefon-Netzbetreiber O2 Telefonica in Gefahr

Jeder fünfte Job bei O2 in Gefahr

München - Beim Telekomanbieter O2 droht der Abbau von mehr als 1000 Stellen. Der Konzern wolle die Mitarbeiter in den kommenden Tagen über den Stand der Dinge informieren.

Im Zuge der Integration des Internetanbieters Hansenet könne etwa jeder fünfte der deutschlandweit insgesamt 6700 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen, berichtetet unter anderem die Online-Ausgabe der “Financial Times Deutschland“ am Donnerstag.

Freitag für Mitarbeiter Tag der Entscheidung

Ein Sprecher von Telefónica O2 Germany wollte sich dazu zunächst nicht näher äußern. “Wir sind im Integrationsprozess“, erklärte er lediglich. Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen sollen die Beschäftigten bereits an diesem Freitag Details über die bevorstehenden Schritte erfahren. Auch in den Kreisen hieß es, dass etwa jede fünfte Stelle durch die Umstrukturierungen bedroht sein könnte. Man müsse aber die Einzelheiten der Mitarbeiterversammlung abwarten. 

Drei Callcenter von Stellenabbau betroffen

Das Unternehmen hatte angekündigt, sich von drei seiner sieben Callcenter in Deutschland trennen zu wollen. Für die Standorte Saarbrücken, Duisburg und Teltow wird ein Käufer gesucht, der als strategischer Partner weiterhin die Kundenbetreuung für O2 und Hansenet übernehmen soll, wie das Unternehmen im August bekanntgab. Betroffen von der Aktion seien rund 650 Mitarbeiter, hieß es damals. Die “Neue Westfälische“ berichtet, zum Beispiel stünden auch 200 von 350 Arbeitsplätzen am Standort Verl im Kreis Gütersloh auf der Streichliste.

O2 deutschlandweit die Nummer 4

Der Telekomanbieter Telefónica O2 Germany hatte Hansenet mit der Marke “Alice“ Ende 2009 übernommen und will die Angebote im kommenden Jahr zusammenführen. Zu rund 5000 O2-Mitarbeitern kamen damit knapp 2000 vom DSL-Anbieter Hansenet hinzu. Die deutsche Tochter des spanischen Mutterkonzerns Telefónica steigerte ihren Umsatz im zweiten Quartal dank der Hansenet-Übernahme um mehr als ein Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stieg - ebenfalls dank Hansenet - um 26,6 Prozent auf 291 Millionen Euro. O2 ist die Nummer Vier sowohl auf dem deutschen Mobilfunk- als auch auf dem DSL-Markt. Ende Juni kam O2 auf 16,3 Millionen Mobilfunk- und 2,4 Millionen DSL-Kunden.

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