Signalstörung: Verzögerungen und Zugausfälle auf der Stammstrecke

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Das Logo der Agentur für Arbeit. Die Zahl der offenen Stellen ist auf ein neues Rekordhoch geklettert. Foto: Carsten Rehder

Arbeitsmarktforscher

1,21 Millionen offene Stellen in Deutschland

Nürnberg (dpa) - Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Betrieben ist auf ein neues Rekordhoch geklettert. Rund 1,21 Millionen Jobs waren im zweiten Quartal 2018 noch zu besetzen.

Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA), hervorgeht. Das sind 115.000 offene Stellen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und fast 25.000 mehr als im ersten Quartal 2018. "Wir sind auf einem sehr hohen Niveau", sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis.

Jobmotoren bleiben nach der Erhebung, die auf einer Betriebsbefragung basiert, weiter vor allem westdeutsche Betriebe. Sie hatten im zweiten Quartal 940.000 freie Stellen, für die sie dringend geeignete Mitarbeiter suchten. In Ostdeutschland waren es 270.000 offene Jobs.

Den größten Bedarf hatten zuletzt Kleinbetriebe mit bis zu neun Beschäftigten. Auf 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kommen den Angaben nach fast drei offene Stellen - 2012 waren es zwei offene Stellen. Die Personalnachfrage sei somit deutlich angewachsen, hieß es vom IAB.

Nach wie vor werden vor allem im Gesundheitswesen, dem Verarbeitenden Gewerbe, beim Bau und zunehmend auch in der Logistik Mitarbeiter gesucht. Im Schnitt dauert es nach Erkenntnissen der Nürnberger Arbeitsmarktforscher aktuell 82 Tage bis eine Stelle neu besetzt ist. 2010 waren es noch 70 Tage. Neben fehlender Bewerber zählt auch eine unzureichende Qualifikation zu den Hauptgründen für die immer schwieriger werdende Suche nach den passenden Mitarbeitern.

IAB-Stellenerhebung

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