2006 ist für Tourismus ein Nullsummenspiel

- München - Bayerns professionelle Tourismus-Werber können sich noch so anstrengen. 2006 wird die Branche wohl nicht von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland profitieren. Der Effekt durch das vermeintliche Großereignis ist zu gering. Immerhin wird der Tourismusmarkt heuer gestärkt. Es sollen mehr Gäste als im Vorjahr in den Freistaat kommen, erwartet die Bayern Tourismus Marketing GmbH.

<P>Die Urlaubs-Werbenden veranstalten unter dem Namen "Fußballland Bayern" Ferienlager für Sportbegeisterte, sie haben ein dazu passendes Tipp-Kick-Spiel herausgegeben und einen Fußball-Jongleur als Werbefigur engagiert. Doch wenn 2006 eine Million oder mehr Besucher zur Fußball-WM nach Deutschland kommen, wird das der heimischen Tourismus-Branche kaum nützen. "Das wird nicht der große Wurf sein", sagte Richard Adam, Geschäftsführer der Agentur. Verglichen mit den sechs Millionen Oktoberfest-Besuchern, die jedes Jahr nach München kommen, mache sich die Million WM-Besucher auf Deutschland verteilt kaum bemerkbar. Zumal mancher nicht fußballinteressierte Urlauber das Land während der Weltmeisterschaft wohl eher meiden wird. Wahrscheinlich werde die WM im Jahr 2006 ein "Nullsummenspiel". Langfristig erhofft man sich aber durch den Werbeeffekt der WM positive Einflüsse auf das Geschäft.<BR><BR>Dabei geht es vor allem um ausländische Besucher. Die USA sind der wichtigste Markt außerhalb Deutschlands. 1,1 Millionen Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr von Touristen aus den Vereinigten Staaten gebucht. 2006 sollen es 1,35 Millionen werden. Hoffnungen setzen die Tourismus-Werber auch auf Osteuropa und China. Auf Besucher aus dem asiatischen Riesenreich fielen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 115 000 Übernachtungen - 40 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit sorgten sie für den prozentual stärksten Zuwachs. Insgesamt buchten zwischen Januar und Mai 8,3 Millionen Menschen (plus 5,1 %) 25,5 Millionen Übernachtungen (plus 2 %). Im gesamten Jahr sollen die Zahlen von 2003 übertroffen werden, sagte Adam. Damals kamen 22 Millionen Gäste für 70 Millionen Übernachtungen.<BR></P><P> </P>

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