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Hier kommentiert Georg Anastasiadis. 

Kommentar zum "Neujahrs-Kracher"

Dax bricht um 5% ein: Kein gutes Omen für 2016

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Auf diesen Neujahrs-Kracher hätten Aktienanleger gern verzichtet: Fast um 5% ist der Dax am ersten Handelstag des neuen Jahres in die Tiefe geplumpst - kein gutes Omen für 2016. Ein Kommentar.

Auf diesen Neujahrs-Kracher hätten Aktienanleger gern verzichtet: Fast um 5% ist der Dax gleich am ersten Handelstag des jungen Jahres in die Tiefe geplumpst. Weil die erste Handelswoche nicht selten die Richtung fürs ganze Jahr vorgibt, ist das kein allzu gutes Omen.

Weitere Turbulenzen, vielleicht ein nochmaliger fünf- bis zehnprozentiger Rutsch bis 10 000 oder 9500 Punkte, sind möglich, sagen Börsenkenner. Nach sieben Jahren Hausse ist das Geldverdienen am Aktienmarkt schwieriger geworden. Auch das Regieren könnte für Angela Merkel komplizierter werden, falls die Steuerquellen bald weniger munter sprudeln.

Das ändert sich 2016 bei Ihren Finanzen

Auslöser für den Kursrutsch waren neue Konjunktursorgen um China. Und in der Tat: In kaum einem Jahresausblick hat zuletzt der Warnhinweis gefehlt, dass das Reich der Mitte heuer zum globalen Stimmungskiller werden könnte. Das ändert aber nichts daran, dass die Grundkoordinaten an den Märkten dieselben bleiben wie in den Jahren zuvor: Festgeld, Staatsanleihen und neue Versicherungspolicen werden wegen der EZB-Nullzinspolitik kaum Rendite abwerfen, während die Geldschwemme Aktienpreise stützt. Tatsächlich stecken von den 5 Billionen Euro, die die Bundesbürger an Geldvermögen halten, 4 Billionen in renditeschwachen Anlageformen. Die in Gelddingen besonders vorsichtigen Deutschen sind daher, mehr als andere Europäer und Amerikaner, die Verlierer der Nullzinsen. Rückschläge an der Börse zu nutzen, um sich durch den Kauf von Aktien am Erfolg gut geführter Unternehmen zu beteiligen, ist deshalb keine schlechte Idee – jedenfalls für Investoren, die glauben, dass das Börsengewitter bald wieder abzieht. Wer jetzt einen Sparplan abschließt und jeden Monat einen für ihn entbehrlichen, festen Betrag beiseite legt, um damit in Fonds oder Zertifikate zu investieren, profitiert auf lange Sicht von Kursrücksetzern. Denn er erhält, wenn Aktien billig sind, mehr Anteile für denselben Betrag.

Klar ist: Die Zeiten, in denen Anleger risikolos Zinsen einstreichen konnten, sind auf lange Sicht vorbei. Nur wer die Zeit – und die Nerven – hat, Kursschwankungen auszuhalten, wird dafür künftig noch mit Renditen belohnt.

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