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Papierhersteller UPM schließt deutsches Werk

Sinkende Nachfrage führt zu Verlusten

Stellenabbau um 30%: UPM Augsburg muss Mitarbeiter entlassen

Augsburg  - Der finnische Papierkonzern UPM streicht in Augsburg 150 seiner 440 Arbeitsplätze. Vizepräsident Schaur erklärte am Donnerstag den Grund für den Stellenabbau.

Die Papierfabrik UPM Augsburg produziert jährlich fast 500 000 Tonnen Papier für Zeitschriften und Kataloge. Aber die Nachfrage nach solchen gewalzten Magazinpapieren sinke immer weiter, sagte UPM-Vizepräsident Winfried Schaur am Donnerstag. Die beiden wegen ihrer Größe und ihres Alters am wenigsten wettbewerbsfähigen Papiermaschinen des Konzerns in Augsburg und im oberösterreichischen Steyrermühl würden deshalb stillgelegt. An beiden Standorten werde die Papierproduktion auf den verbleibenden Maschinen fortgesetzt. In Steyrermühl fallen 125 Stellen weg.

UPM hatte Anfang des Jahres bereits sein Werk in Schwedt in Brandenburg verkauft. Statt Zeitungspapier will der neue Besitzer dort aus Altpapier Wellpappe-Beschichtungen fertigen.

Die Papierindustrie in Deutschland ist mit 15 Milliarden Euro Umsatz und einer Jahresproduktion von 23 Millionen Tonnen weltweit die viertgrößte nach der in China, den USA und Japan. Aber die Nachfrage nach grafischen Papieren sinke seit Jahren, sagte ein Verbandssprecher.

dpa

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