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3G am Arbeitsplatz: Mittelstand fordert die Möglichkeit der Auskunftspflicht zum Impfstatus

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Der Impfausweis mit einer Seite für die Schutzimpfung COVID-19.
Mehr Rechte für den Arbeitgeber gefordert © Helmut Fricke / dpa

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft sieht bei der 3G-Regel am Arbeitsplatz eine wichtige Frage ungelöst.

Berlin - Bundesgeschäftsführer Markus Jerger sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag: «Wie soll etwa die Einhaltung der 3G-Regel im Unternehmen kontrolliert werden, wenn der Arbeitgeber nicht den Impfstatus der Beschäftigten abfragen darf? Deshalb fordern wir das Auskunftsrecht für Arbeitgeber zum Impfstatus ihrer Mitarbeiter.» Für Beschäftigte, die Umgang mit vulnerablen Gruppen hätten, müsse es außerdem eine Impfpflicht geben. Die 3G-Regelung, nach der Beschäftigte am Arbeitsplatz grundsätzlich geimpft, genesen oder auf Corona getestet sein müssen, soll im Rahmen der Beratungen des geplanten neuen Corona-Gesetzes von SPD, Grünen und FDP im Bundestag flächendeckend auf den Weg gebracht werden.

Jerger sprach sich nach dem Vorbild Östereichs für eine flächendeckende 2G-Regelung im öffentlichen Leben aus. «Das geplante Corona-Gesetz von SPD, Grünen und FDP löst keines der vorhandenen Probleme, schafft dafür aber neue. Offenbar können oder wollen momentan weder die amtierende Bundesregierung noch die Ampel klare Entscheidungen treffen. Anstatt den Mut zu einer bundeseinheitlichen 2G-Regel wie in Österreich aufzubringen, lasse man die Bundesländer weiter nach Gutdünken gewähren. «Die Folge ist ein bundesweiter Flickenteppich sich teilweise widersprechender Regelungen. Insbesondere der Wirtschaft werden neue Belastungen aufgebürdet.» Jerger sagte weiter: «Um den Impfanreiz weiterhin aufrechtzuerhalten, darf es keine Tests zum Nulltarif geben. Es gilt, eine Situation zu vermeiden, in der die Politik einen teilweisen Lockdown in Erwägung zieht. Der Wirtschaftsmotor darf nicht noch einmal durch staatliche Eingriffe abgewürgt werden.» (dpa)

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