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Neue 3G-Regeln: Handwerkschef mit klarem Statement - „Für uns nicht umsetzbar“

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Zwei Arbeiter auf einem Dach (Symbolbild)
Viele Handwerker fahren morgens direkt zum Kunden. Eine Testpflicht ist hier nur schwer umsetzbar. © Patrick Pleul/dpa

Das Handwerk bezweifelt, dass die in der Corona-Krise geplanten verpflichtenden 3G-Kontrollen am Arbeitsplatz überall in der Branche praktikabel sind.

Berlin - Bei vielen eher kleinen Betrieben dürfte der Kontrollaufwand vergleichsweise überschaubar bleiben, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, der «Welt» (Donnerstag). «Aber bei den Betrieben etwa der Gebäudereinigung oder im Bauhandwerk, bei denen die meisten Beschäftigten direkt zu den Baustellen und dann oft noch zu täglich wechselnden Objekten und Arbeitsorten fahren, dürfte es extrem schwierig werden.»

«Wie will man das denn kontrollieren?», fragte Wollseifer. «Es ist noch völlig ungeklärt, wie diese verlangten täglichen Kontrollen pragmatisch durchgeführt und nachgewiesen werden können.»

Handwerkspräsident: Auskunftsrecht zum Impfstatus überfällig

Der Handwerks-Präsident wehrte sich dagegen, dass Arbeitgeber künftig Mitarbeitern womöglich werktägliche Corona-Tests anbieten sollen. «Viel testen ist auch gut. Aber wenn jetzt noch mehr Testen eingefordert wird, können das natürlich nicht allein unsere Betriebe noch zusätzlich übernehmen».»

Man sei gegen eine Ausweitung der bisherigen Testangebotspflicht von wöchentlich zwei Tests auf fünf Tage in der Woche, sagte Wollseifer. «Drei der fünf Tests werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über für sie kostenlose Bürgertests machen müssen.» Hingegen befürwortet Wollseifer ein Auskunftsrecht zum Corona-Status der eigenen Beschäftigten. Das sei «längst überfällig und von uns schon lange gefordert», betonte er. «Viele Kunden sagen uns: Schicken Sie mir keinen, der nicht geimpft ist.» (dpa)

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