+
2,7 Millionen Erwerbstätige 

Studienautoren plädieren für Senkungen

4,2 Millionen Erwerbstätige in Deutschland zahlen Spitzensteuersatz

Köln - In Deutschland müssen über vier Millionen Arbeitnehmer den höchsten Steuersatz für ihr Einkommen zahlen. Das sei jeder elfte Erwerbstätige. Andere Arbeitnehmer zahlen keine Steuern.

Mehr als vier Millionen Arbeitnehmer in Deutschland zahlen auf ihr Einkommen den Spitzensteuersatz. Der Satz von 42 Prozent greife bei insgesamt 4,2 Millionen Beschäftigten, heißt es in einer bislang unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), aus der das in Düsseldorf erscheinende "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe) zitierte. Dies sei jeder elfte Erwerbstätige.

Der Studie zufolge kommen die zehn Prozent der Erwerbstätigen mit den höchsten Einkommen für 48,2 Prozent des gesamten Einkommensteueraufkommens auf. Rechnet man die 30 Prozent der Top-Verdiener zusammen, so sind diese für 79 Prozent des Aufkommens verantwortlich.

2,7 Millionen Erwerbstätige zahlen dagegen laut der Studie aufgrund zu geringen Verdiensts überhaupt keine Steuern. Die Studie dokumentiert dem Bericht zufolge zudem, dass auch Gering- und Durchschnittsverdiener stark durch Steuern und Abgaben belastet werden. Die Studienautoren sprechen sich für eine Steuersenkung aus. Dies würde auch "die Anreize verbessern, eine Beschäftigung aufzunehmen oder die Arbeitszeit zu erhöhen".

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Korruptionsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Erst Durchsuchung, dann Festnahme: Lettlands Anti-Korruptionsbehörde geht gegen den Zentralbankchef des Landes vor. Zu den genauen Gründen für die Ermittlungen gegen das …
Korruptionsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Korruptionsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Erst Durchsuchung, dann Festnahme: Lettlands Anti-Korruptionsbehörde geht gegen den Zentralbankchef des Landes vor. Zu den genauen Gründen für die Ermittlungen gegen das …
Korruptionsverdacht: Lettlands Zentralbankchef festgenommen
Bundesverband der Deutschen Industrie besorgt wegen möglicher US-Strafzölle auf Stahlimporte
BDI-Präsident Dieter Kempf befürchtet angesichts angedrohter US-Zölle auf Stahlimporte negative Folgen für die Exportnation Deutschland.
Bundesverband der Deutschen Industrie besorgt wegen möglicher US-Strafzölle auf Stahlimporte
USA erwägen hohe Strafzölle für Stahlimporte
Die USA wollen nicht länger Dumpingpreise akzeptieren, mit denen vor allem China seinen Stahl in den Markt drückt. Strafzölle könnten die Folge sein. Die würden auch …
USA erwägen hohe Strafzölle für Stahlimporte

Kommentare