4000 Beschäftigte beteiligen sich an Fortsetzung der Warnstreiks

München - Rund 4000 Beschäftigte haben sich nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag an der Fortsetzung der bayerischen Warnstreiks im öffentlichen Dienst beteiligt. "Das ist ein eindeutiges Signal, dass sich die Beschäftigten holen wollen, was ihnen gerechterweise zusteht", sagte der Tarifkoordinator von ver.di Bayern, Norbert Flach.

Schwerpunkte der Arbeitsniederlegungen seien die kommunalen Verwaltungen, Bundeswehreinrichtungen und die Müllabfuhr gewesen. In München, Augsburg, Regensburg, Fürth und Würzburg streikte die Straßenreinigung. Allein in München legten dazu 450 Beschäftigte die Arbeit nieder. In der Landeshauptstadt nahmen rund 1000 Männer und Frauen an einer zentralen Kundgebung teil.

In Nürnberg streikten die Angestellten des Staatstheaters sowie Beschäftigte der Stadt. Unter anderem seien Bürgerinformationszentrum, Zentralbibliothek und KFZ-Zulassungsstelle den ganzen Tag über lahm gelegt worden, sagte der Nürnberger Stadtkämmerer Wolfgang Köhler.

In Erlangen waren Stadtwerke und Stadtverwaltung von den Warnstreiks betroffen. In Fürth legten auch die Mitarbeiter des Sozialrathauses vorübergehend die Arbeit nieder. In Würzburg beteiligten sich die Beschäftigten der Bundeswehrschule an den Protestaktionen.

Für die kommenden drei Tage sind weitere Warnstreiks im Freistaat geplant. Schwerpunkt der Protestaktionen am Mittwoch und Donnerstag werden nach ver.di-Angaben die Kindertagesstätten sein. Der Protest der Erzieher solle in einer zentralen Kundgebung am Donnerstag in München gipfeln. Zu dieser würden mehr als 3000 Teilnehmer erwartet. Am Freitag seien von den Arbeitsniederlegungen vor allem die Müllabfuhr sowie die Wasser- und Energieversorgung betroffen.

Die Arbeitgeber hatten bei längeren Arbeitszeiten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um fünf Prozent auf zwei Jahre verteilt angeboten. ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes verlangen für die 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen werden am 25. Februar in Potsdam fortgesetzt.

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