5,35 Millionen deutsche Autos gebaut

- München - Autos made in Germany haben auch im vergangenen Jahr ihrem Ruf als Exportschlager alle Ehre gemacht. Die deutschen Hersteller erzielten einen Ausfuhrrekord und konnten sich auch gut auf dem hart umkämpften US-Automarkt behaupten. General Motors und Co. erlebten dagegen ein rabenschwarzes Jahr.

Getrieben von den guten Exporten, erreichte die Auto-Produktion in Deutschland einen unerwarteten Höchststand von 5,35 Millionen Fahrzeugen - plus 3 % gegenüber dem Vorjahr. "Jetzt zahlt sich aus, dass wir Patentweltmeister, Dieselweltmeister und Premium-Weltmeister sind", erklärte Bernd Gottschalk, Präsident des Automobilindustrieverbands VDA. Das Inlandsgeschäft der Branche blieb dabei mit einem Plus bei den Pkw-Neuzulassungen einschließlich Wohnmobile von 2 Prozent auf 3,34 Millionen eher verhalten.

Bis auf Volkswagen konnten sich die deutschen Autobauer auf dem US-Markt im vergangenen Jahr gut behaupten, während die US-Hersteller vor allem unter der Konkurrenz durch die asiatischen Marken litten. Deren Marktanteil stieg von 34,6 auf 36,5 Prozent.

Einen deutlichen Rückgang von 12,5 Prozent auf 224 195 Fahrzeuge musste Volkswagen hinnehmen. Im Dezember stieg der Absatz aber um 20,9 Prozent. Der Amerika-Chef der Marke, Adrian Michael Hallmark, sieht darin die Trendwende. Doch auch in einem zweiten wichtigen Auslandsmarkt verloren die Wolfsburger: Mit 550 000 in China verkauften Fahrzeugen rutschte Volkswagen hinter General Motors (660 000) dort auf Platz 2.

BMW setzte im vergangenen Jahr 307 020 Fahrzeuge in den USA ab (plus 4 %), Mercedes verzeichnete laut der US-Organisation Autodata 224 421 Verkäufe (plus 2 %). Die US-Konzern-Marke Chrysler konnte ihren Absatz sogar um 5 Prozent verbessern - und legte als einziger US-Hersteller zu.

Audi verbesserte nach Angaben von Autodata seinen Absatz auf 83 066 (plus 7 %), Porsche verkaufte in Nordamerika 33 859 Fahrzeuge (plus 2 %).

General Motors musste dagegen einen Absatzrückgang von 4 Prozent hinnehmen, besonders bitter: Allein der Pkw-Absatz sank auf 4,52 Millionen Autos (minus 7 %). Ford verzeichnete einen Rückgang auf 3,17 Millionen um (-4 %). Der Anteil der US-Hersteller sank auf 56,9 Prozent und damit auf einen historischen Tiefstand.

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