5600 Opel-Mitarbeiter nehmen Abfindung an

- Rüsselsheim - Der Autokonzern Opel kann bei seiner harten Sanierung auf die Unterstützung der Belegschaft bauen. Bislang hätten konzernweit 5600 Mitarbeiter eine Erklärung unterschrieben, dass sie freiwillig mit einer Abfindung das Unternehmen verlassen werden. Die Zahl der Interessenten entspricht damit nahezu den Erwartungen des Mutterkonzerns General Motors (GM) von 6500 Mitarbeitern. Für die Abfindungen will GM eine Milliarde Dollar (750 Mio. Euro) bereitstellen.

<P>"Ich bin zuversichtlich, dass wir die Zahl erreichen und betriebsbedingte Kündigungen vermeiden können", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. 6800 Mitarbeiter hätten sich bereits über das Angebot beraten lassen. Opel-Personalvorstand Norbert Küpper sprach von einer "guten Resonanz".</P><P>Die Verträge werden in den nächsten Tagen ausgearbeitet. Dabei werde geprüft, ob Opel auf den Mitarbeiter und seine Qualifikation verzichten könne. "Wir müssen sicher stellen, dass wir auch nach der Restrukturierung über eine funktionsfähige Organisation verfügen", sagte Küpper. Die Mitarbeiter werden mit der Abfindung in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln.</P><P>GM will in den Werken Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern 9500 Stellen abbauen, das entspricht jeder dritten Stelle bei Opel.</P><P>Ein 50 Jahre alter Mitarbeiter, der seit 30 Jahren bei Opel beschäftigt ist und 3600 Euro verdient, erhält eine Abfindung von 216 000 Euro vor Steuern.<BR>Management und Arbeitnehmervertreter verhandeln weiterhin über eine Standortsicherung, über die künftige Modellvergabe und den Abbau übertariflicher Leistungen. </P>

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