Laser- und Tintenstrahldrucker

5,80 Euro für ein Farbfoto

Laser oder Tintenstrahl? Wer einen Farbdrucker kauft, hat mittlerweile auch als Privatkäufer die Qual der Wahl. Hier lesen Sie, worauf es ankommt.

Im heimischen Büro hat er in Kombination mit dem Personal-Computer längst die Schreibmaschine verdrängt. Doch mit dem Siegeszug der Digitalkameras und aufgrund immer besserer Druckqualität übernimmt der Drucker auch noch häufig die Funktion eines Fotostudios. Die Zeitschrift "Test" hat acht Tintenstrahl- und fünf Laserdrucker verglichen.

Wer vorwiegend Texte druckt, erhält mit dem Laser das beste Ergebnis - alle fünf getesteten Drucker liefern hier sehr gute Qualität. Bei farbigen Ausdrucken erreichen noch drei der Lasergeräte die Note gut und beim Fotodruck müssen sich alle mit einem "Befriedigend" zufriedengeben.

Bei der Spitzengruppe der Tintenstrahldrucker ergibt sich ein ausgewogenes Bild: Die meisten Geräte erzielen durchweg gute Ergebnisse, der Testsieger von HP schafft bei den Fotos sogar ein "Sehr gut".

Laser-Ausdrucke sind besser haltbar und sie werden schneller gedruckt. Dafür sind die Geräte deutlich lauter und auch beim Stromverbrauch kostspieliger als die tintensprühende Konkurrenz. Und nach wie vor sind Laserdrucker mit Kaufpreisen zwischen 189 und 505 Euro deutlich teurer als Tintenstrahler, die beim Kauf zwischen 45 und 143 Euro kosten. Dabei fällt der Epson EC-01 aus dem Rahmen. Der Tintenstrahler kostet beim Kauf 350 Euro, verzichtet aber auf die üblichen Tintenpatronen. Der mitgelieferte Vorrat reicht allerdings für ein Mehrfaches der Ausdrucke, die mit dem Patronensatz eines herkömmlichen Druckers erreicht werden. Ist der Tank einmal leer, bringt man den Drucker zum Händler und bekommt dafür 50 Euro Pfand zurück. Trotz des hohen Preises ist dieser Drucker unter dem Strich beim Drucken mit am günstigsten. Die höhere Investition lohnt sich allerdings nur, wenn in überschaubarer Zeit tausende Seiten ausgedruckt werden - daher lohnt sich die Investition für Privatleute kaum. Auch Laser eignen sich eher für den harten Büroeinsatz - auch weil die Drucker selbst bei Stillstand mit Lüftergeräuschen nerven.

Die alte Rechnung, dass sich die Hersteller günstiger Tintenstrahldrucker das Geld, das ihnen beim Kauf entgeht, beim Patronenkauf zurückholen, stimmt nur noch eingeschränkt. Der Testsieger von HP - ein Tintenstrahler - druckt bei allen Anforderungen unter dem Strich verbrauchsgünstiger als die meisten Laserdrucker. Seine Konkurrenten liegen etwa in deren Rahmen. Lediglich die beiden Tintenstrahdrucker von Lexmark stechen durch extreme Verbrauchskosten heraus. So kostet bei ihnen ein A4-Foto 4,10 oder sogar 5,80 Euro. Der Testsieger sowie der günstigste Laserdrucker liefern dies bereits für 55 Cent, der patronenlose Epson EC-01 sogar für 35 Cent, beim Textdruck ist der HP Officejet mit 1,5 Cent pro Seite preislich nicht zu schlagen.

mm

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