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5G-Netz: Airbus und Boeing schlagen Alarm - „Enorme negative Auswirkungen“

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Von: Patricia Huber

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Ein Airbus-Flugzeug.
5G soll Anfang Januar in den USA an den Start gehen - doch Airbus und Boeing haben Bedenken. © Hans Lucas/Imago Images

Eigentlich sollte das 5G-Netz im Januar in den USA an den Start gehen. Doch Airbus und Boeing stemmen sich nun dagegen. Die Luftfahrtunternehmen äußern Sicherheitsbedenken.

Washington - Das 5G-Netz* wird von Verschwörungstheoretikern gerne als das Unheil schlechthin dargestellt. Ja, es soll sogar an der Corona*-Pandemie schuld sein. Und das ist nur eine von vielen kruden Theorien. Doch jetzt stemmen sich auch zwei große Unternehmen gegen die Netztechnik – jedoch aus Sicherheitsgründen.

5G-Netz: Airbus und Boeing stemmen sich gegen den Start

Eigentlich soll am 5. Januar in den USA das 5G-Netz flächendeckend eingeführt werden. Doch Airbus und Boeing fordern die Regierung nun auf, den geplanten Start der Netze von AT&T und Verizon zu verschieben, berichtet tagesschau.de. Die Luftfahrtunternehmen haben Sicherheitsbedenken. In einem Brief der Unternehmen an das US-Verkehrsministerium heißt es: „5G-Interferenzen könnten die Sicherheit des Flugbetriebs beeinträchtigen und enorme negative Auswirkungen auf die Luftfahrtindustrie haben.“

Airbus und Boeing sind jedoch nicht die ersten, die Bedenken bezüglich der 5G-Einführung haben. Mehrere Fluggesellschaften und die US-Flugbehörde FAA haben ihre Sorge über Interferenzen geäußert. Es könnte passieren, dass 5G empfindliche Geräte wie beispielsweise Funkhöhenmesser stört.

5G-Netz: United Airlines sieht es als „das größte und schädlichste Problem“

Scott Kirby, der Konzernchef von United Airlines, erklärte bei einer Anhörung vor dem US-Senat, dass die Nutzung des C-Band-Spektrums für 5G-Mobilfunkdienste „das größte und schädlichste Problem sei“, dem sie gegenüber stünden. „Wir wollen nichts mehr, als an einer Lösung zu arbeiten“, macht er deutlich.

Der Mobilfunkverband CTIA hingegen betont, dass 5G sicher sei. Er wirft der Luftfahrtindustrie vor, Angst zu schüren und Fakten zu verdrehen. In Europa seien bisher keine Vorfälle bekannt, die belegen, dass 5G bestimmte Geräte in Flugzeugen störe. Das hat eine Sprecherin der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erklärt. Schon seit längerem untersucht die EASA, ob 5G eine Störung bei Funkhöhenmessern verursachen kann. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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