7,5-Milliarden-Dollar-Spritze für Goldman Sachs

New York - Die US-Investmentbank Goldman Sachs verschafft sich wegen ihrer Probleme durch die Finanzkrise eine Kapitalspritze von mindestens 7,5 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro).

Die Holding Berkshire Hathaway des US-Multimilliardärs Warren Buffett steige durch den Kauf von Vorzugsaktien für rund fünf Milliarden Dollar bei Goldman Sachs sein, bestätigte eine Sprecherin der Bank am Dienstagabend (Ortszeit) in New York. Weitere mindestens 2,5 Milliarden Dollar sollen über die Ausgabe von Stammaktien in die Kasse kommen.

Berkshire Hathaway erhalte zudem eine Option auf den Kauf weiterer Anteile im Wert von nochmals fünf Milliarden Dollar. Erst am Montag hatte sich Wettbewerber Morgan Stanley rund acht Milliarden Dollar frisches Geld besorgt. Die Japanische Bank Mitsubishi UFG steigt dazu mit bis zu 20 Prozent bei Morgan Stanley ein.

Die im Zuge der Kreditkrise beiden letzten verbliebenen unabhängigen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley wandeln sich gerade in normale Geschäftsbanken um. Sie geben damit unter dem Druck der US-Behörden weitgehende Freiheiten auf. Sie unterstehen künftig derselben Kontrolle wie andere Banken.

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