8100 Stellen sind genug

München - BMW rechnet nicht damit, dass der geplante Abbau von insgesamt 8100 Stellen nochmals ausgeweitet werden muss.

"Für dieses Jahr sehe ich gar keine Notwendigkeit", sagte BMW-Personalvorstand Ernst Baumann der Deutschen Presse-Agentur in Genf. Wenn nichts ganz dramatisches geschehe, werde der Konzern auf absehbare Zeit nicht draufsatteln müssen. Falls der Dollar nachhaltig so schwach bleibe wie derzeit, werde der Autobauer allerdings Mßanhamen ergreifen müssen. Grundsätzlich sei das Abbau-Programm aber auf die nächsten Jahre ausgelegt.

Von den Kürzungen sind in Deutschland 5000 Zeitarbeitskräfte und 2500 Mitarbeiter der Stammbelegschaft betroffen. Hinzu kommen 600 fest angestellte Beschäftigte im Ausland. Die Arbeitsplätze sollen bis Ende 2008 wegfallen. Ein Teil des Stellenabbaus ist bereits umgesetzt. So ließ der Konzern im vergangenen Jahr 2500 Zeitarbeitsverträge auslaufen. Zudem wurden in den vergangenen Monaten mehrere hundert Abfindungsverträge mit Festangestellten vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen sind in den kommenden Jahren ausgeschlossen.

Im Vergleich zu den Wettbewerbern sei BMW nicht effizient genug gewesen, daher habe Handlungsbedarf bestanden, sagte Baumann. Die aktuelle Situation sei eine Bewährungsprobe für den Konzern. "Für mich ist diese Phase der Prüfstein, ob die Firmenkultur trägt." Die nun notwendigen individuellen Gespräche seien nicht einfach. "Ich kann aber noch jedem der Mitarbeiter in die Augen schauen." Hochqualifizierte Kräfte will BMW auch weiterhin neu einstellen. Bisher haben man die Fachkräfte noch immer gefunden, da BMW als attraktiver Arbeitgeber gelte, sagte Baumann. "Aber es ist schwieriger geworden."

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