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Ein neues Ausbildungszentreum von VW in Erfurt. Dort sollen tausende junge Menschen im Jahr technische Fertigkeiten erlernen. Foto: Martin Schutt/Symbolbild

90 Prozent der Jugendlichen nach Ausbildung in Arbeit

Nürnberg (dpa) - Junge Menschen haben nach ihrer Ausbildung in Deutschland europaweit mit die besten Jobchancen. 90 Prozent der 20- bis 34-Jährigen mit einem maximal drei Jahre alten Schul-, Berufs- oder Uni-Abschluss hätten 2014 einen Job gehabt.

Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Nur auf Malta lag die Quote noch etwas höher. Die Forscher berufen sich dabei auf Eurostat-Zahlen und eigene Berechnungen.

"Deutschland gehört damit neben Großbritannien zu den wenigen Ländern in der EU, die nicht nur eine überdurchschnittliche gute Situation für junge Absolventen im Jahr 2008 (Jahr der Weltfinanzkrise) aufwiesen, sondern auch in der Lage waren, ein hohes Beschäftigungsniveau nach der Krise zu halten", heißt es in einer IAB-Mitteilung.

Besonders schwierig stellt sich dagegen der Wechsel von der Ausbildung ins Berufsleben für italienische und griechische Jugendliche dar. In Griechenland lag der Anteil der Jugendlichen, die drei Jahre nach einer Ausbildung noch immer ohne Arbeit waren, bei 44 Prozent, in Italien bei 45 Prozent. Schwierig ist die Lage auch in Kroatien, Bulgarien und der Slowakei. EU-weit lag die sogenannte Beschäftigtenquote der 20- bis 34-Jährigen nach der Ausbildung 2014 bei 76 Prozent. Einen Durchschnittswert von 82 Prozent strebt die EU bis zum Jahr 2020 an.

IAB-Presseinformation

IAB-Kurzbericht

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