Nach dem Brand im Reifenlager löschen Feuerwehrleute noch die letzten Brandnester
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Nach dem Brand im Reifenlager löschen Feuerwehrleute noch die letzten Brandnester

Betonstützwand nicht sicher

A40 bei Bochum: Drei Monate Sperrung nach Brand von Reifenlager

Nach einem Großbrand in einem Reifenlager in Bochum muss die Autobahn 40 voraussichtlich bis Ende November voll gesperrt bleiben.

Bochum - Eine elf Meter hohe Betonstützwand sei nicht mehr standsicher, erklärte die Betreibergesellschaft Autobahn Westfalen am Mittwoch. Nach bisherigem Stand geht die Kriminalpolizei davon aus, dass das Feuer in dem an die Autobahn grenzenden Lager vorsätzlich gelegt wurde.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft bleibt die wichtige Verkehrsverbindung im Ruhrgebiet voraussichtlich für drei Monate zwischen dem Bochumer Westkreuz und Bochum-Zentrum in Richtung Dortmund voll gesperrt. Die massive Hitze habe den Beton stark beschädigt. "Berechnungen ergaben schließlich, dass die elf Meter hohe Wand die Verkehrslast der A40 nicht mehr tragen kann", teilte die Gesellschaft mit. Die beschädigte Betonwand müsse mit einer Stützwand verstärkt werden. Die Reparaturarbeiten liefen bereits.

Laut Polizeiangaben handelte es sich bereits um den zweiten mutmaßlich absichtlich verursachten Großbrand in dem Reifenlager innerhalb von neun Monaten. Demnach brannte es schon am 17. November vergangenen Jahres in dem Gebäude. Auch damals sei das Feuer vorsätzlich gelegt worden. Geklärt werden konnte die Tat bisher nicht. Die Ermittler werteten nun unter anderem Videoaufnahmen aus.

Am Dienstag hatten bei einer ortsansässigen Firma hunderte Autoreifen in Vollbrand gestanden. Nach Angaben der Feuerwehr brannten gestapelte Altreifen auf einer Fläche von rund 1600 Quadratmetern. Flammen seien bis zu 40 Meter hoch in den Nachthimmel geschlagen. Nach rund dreieinhalb Stunden brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Auf dem Firmengelände entstand laut Bochumer Polizei ein hoher Sachschaden, verletzt wurde aber niemand.

Zwischenzeitlich wurde wegen des Großbrands der Bahnverkehr zwischen Gelsenkirchen und Bochum eingestellt. Insgesamt waren mehr als 180 Einsatzkräfte der Feuerwehren von Bochum, Herne, Dortmund, Essen, Witten, Castrop-Rauxel und des Ennepe-Ruhr-Kreises im Einsatz. Zudem unterstützten Mitarbeiter der Stadtwerke Bochum, der Deutschen Bahn und des Technischen Hilfswerks den Einsatz.

ruh/cfm

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