+
EADS fordert im Streit um den Militärtransporter A400M mehr Geld von den Staaten.

A400M: EADS fordert mehr Geld von Staaten

Berlin - Im Streit um die Finanzierung des Militärtransporters Airbus A400M schraubt der Rüstungskonzern EADS seine Forderungen gegenüber den Käuferstaaten in die Höhe.

EADS wolle nun von den sieben Käuferstaaten einen Ausgleich für Mehrkosten bei Bau und Entwicklung des Flugzeugs von 6,4 Milliarden Euro, berichtete der Pressedienst des Bundestages am Donnerstag. Bisher war eine Forderung über 5,2 Milliarden Euro bekannt. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) erklärte, die Ansprüche von EADS seien “grundlos“. Dies würden auch die anderen Länder so sehen.

In den aktuellen Verhandlungen habe der deutsch-französische EADS-Konzern die Forderungen auf 5,2 Milliarden Euro “bis zum heutigen Tage“ beziffert, erklärte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums den Angaben zufolge. Zukünftig werde mit weiteren Mehrkosten von 2 Milliarden Euro gerechnet. Unter Berücksichtigung von Einsparungen von 800 Millionen Euro wolle EADS den Käufern insgesamt 6,4 Milliarden Euro in Rechnung stellen.

Wie bereits am Mittwochabend aus dem Haushaltsausschuss bekannt geworden war, sind die sieben Käufernationen bereit, bis zu 2 Milliarden Euro nachzuschießen. Das bestätigte Guttenberg. Der A400M sei aus sicherheitspolitischen Aspekten “alternativlos“. Das Flugzeug soll die alternde Transall der Bundeswehr ersetzen. Der deutsche Anteil - gemessen am Produktionsanteil rund 30 Prozent - an den angebotenen 2 Milliarden Euro solle aber so finanziert werden, dass für den Bund keine Mehrkosten entstehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Im März will Großbritannien die EU verlassen. Doch die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind zäh. Viele Unternehmen wissen nicht, was auf sie zukommt - …
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
Donald Trump bereitet den Unternehmen in Europa Kopfschmerzen - daher wächst der Druck, den Handel mit anderen Regionen auszuweiten. Ein interessanter Kandidat für ein …
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro
9,19 Euro - oder darf es etwas mehr sein? Für Millionen Beschäftigte naht die Stunde der Wahrheit. Es geht um die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns. Und um die …
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.