Abbau von 1200 Arbeitsplätzen bei Siemens: Gespräche kommen voran

München - ­ Die Verhandlungen über den Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen in der Telekomsparte des Siemens-Konzerns steuern auf eine Lösung zu. Die Gespräche seien sehr weit fortgeschritten, sagte ein Siemens-Sprecher am Montag in München

Im ersten Schritt geht es in der Telekomsparte SEN um den Abbau von 1200 Arbeitsplätzen, mittelfristig sollen weitere 800 Stellen abgebaut werden. Mit einer Einigung zwischen Siemens und der IG Metall wird nach Informationen aus Branchenkreisen möglicherweise noch in dieser Woche gerechnet.

Rund 900 Mitarbeiter sollen nach Informationen aus Branchenkreisen in eine Transfergesellschaft wechseln, in der sie zwei Jahre lang für andere Berufe qualifiziert werden. Den übrigen rund 300 Mitarbeitern werde angeboten, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Siemens hatte Ende Februar bekanntgegeben, sich in der Sparte, die Telekommunikationslösungen für Firmenkunden anbietet, von weltweit insgesamt 6800 Arbeitsplätzen trennen zu wollen. Derzeit hat der Bereich noch 17500 Stellen. Von dem Stellenabbau in Deutschland ist vor allem die Zentrale in München betroffen, wo rund 450 Arbeitsplätze wegfallen sollen.

Hunderte Mitarbeiter hatten gegen die Pläne protestiert. Siemens hatte erklärt, man wolle die SEN-Sanierung vor einem Verkauf lieber selbst in die Hand nehmen, um dem Geschäft und den Beschäftigten eine langfristige Perspektive zu geben. Berichten zufolge führt der Konzern Gespräche mit den Netzwerkfirmen Alcatel-Lucent und Nortel sowie dem Finanzinvestor Cerberus.

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