Katalonien: Madrid will Regionalregierung absetzen

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Was bei der Abfindung zu beachten ist, um Verluste zu vermeiden

- Wer seinen Arbeitsplatz verliert, bekommt unter Umständen eine Abfindung. Doch vom "goldenen Handschlag" wollen Staat und Sozialkassen auch etwas haben. Was bei Abfindungen zu beachten ist, um nicht unnötig Geld zu verlieren:

<P>In der Beispielrechnung des Verbrauchermagazins "Finanztest" bekommt der 57-jährige Abteilungsleiter einer Bank für seinen wegfallenden Arbeitsplatz 300 000 Euro Abfindung. In der Regel gestehen Arbeitsgerichte dem Entlassenen zwischen einem halben und einem Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit zu. Somit waren bei unserem Banker mit 5200 netto und 20-jähriger Betriebszugehörigkeit die 300 000 Euro verlockend. Denn vor dem Arbeitsgericht hätte er nur mit gut 100 000 Euro an Abfindung rechnen können.<BR><BR>Den ersten Fehler machte der Banker aber, indem er einen Aufhebungsvertrag mit seinem Arbeitgeber unterschrieb. Das Arbeitsamt wertet dies laut "Finanztest" (6/2003) als "vorsätzliche oder grob fahrlässige Herbeiführung der Arbeitslosigkeit" und sperrte dem Bankmann für zwölf Wochen das Arbeitslosengeld. Seinen Lebensunterhalt musste er diese drei Monate voll von der Abfindung bestreiten. <BR><BR>Besser ist, wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt. "Damit kann man beim Arbeitsamt auf der sicheren Seite sein", erklärt der Frankfurter Rechtsanwalt Martin Schafhausen.<BR><BR>Den zweiten Fehler machte der Bankabteilungsleiter, indem er dem Wunsch des Chefs nachkam und zehn Wochen vor der Kündigungsfrist seinen Schreibtisch räumte. Auch für diese Zeit gibt es kein Arbeitslosengeld.<BR><BR>Der nächste Fehler war, dass im Aufhebungsvertrag stand, dass die Abfindung eine Anerkennung für seine Leistungen sei. Damit zählen die 300 000 Euro zum Lohn und sind sozialversicherungspflichtig. Der Banker musste den Arbeitnehmeranteil von zirka 20 Prozent, also 60 000 Euro zahlen. Deshalb sollten Abfindungen immer als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes ausgezahlt werden.<BR><BR>Der Banker hätte wegen seiner langen Betriebszugehörigkeit 32 Monate Arbeitslosengeld bekommen, die Maximaldauer. Das Arbeitsamt zahlte wegen der Sperrzeiten nur 29 Monate lang 1640 Euro im Monat. Nach dieser Zeit bekommt der Banker wegen seines Vermögens keine Arbeitslosenhilfe. Die 64 Monate bis zur Rente muss er von seinem Geld leben. Dazu kommen noch Beiträge für die Kranken- und die gesetzliche Rentenversicherung. Bekommt der Banker kein Arbeitslosengeld mehr, muss er sich innerhalb von drei Monaten krankenversichern. Verpasst er diese Frist, bleiben nur die privaten Anbieter - eine teure Angelegenheit in diesem Alter.<BR><BR>Ohne die Fehler bei der Abfindung wäre für den Banker die stattliche Summe von rund 14 Monatsgehältern mehr rausgesprungen.<BR></P>

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