Abgas-Skandal

Audi-Ingenieure hatten schon 2013 schlimme Befürchtungen

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Audi hätte in der Abgas-Affäre offenbar besser auf seine Ingenieure gehört. Recherchen bringen ans Licht, dass diese schon 2013 davor warnten, mit illegaler Software in den USA aufzufliegen.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hätte Audi Strafen und Schadensersatz von 20 Millionen Dollar in den USA entgehen können, wenn intern früher auf Ingenieure gehört worden wäre. Demnach haben Motorenentwickler des Ingolstädter Unternehmens bereits im Jahr 2013 davor gewarnt, dass die Abgasmanipulationen in den USA aufliegen könnten und zu Strafen führen könnten. 

Die Ingenieure sollen sich in einem elfseitigen Schreiben dafür ausgesprochen haben, die illegale Software umzustellen, um Strafen und Schadensersatz zu verhindern. Offenbar hörte man aber nicht auf sie. Zwei Jahre später kamen die US-Behörden hinter die Manipulationen von Volkswagen und dessen Tochterunternehmen Audi. Die Folge waren Strafzahlungen von rund 20 Milliarden Dollar.

VW und Audi hätten sich nicht zu den neuen Recherchen geäußert, schreibt die SZ.

Rechtlicher Ärger droht VW in den USA auch wegen Kartellvorwürfen. Drei Kunden beschuldigten VW, Daimler und BMW dort, mit illegalen Absprachen zu Preisen und Abgastechnik gegen US-Wettbewerbsrecht verstoßen zu haben. Vergangene Woche hat Audi außerdem eine freiwillige Rückrufaktion für 850.000 Diesel-Fahrzeuge auf den Weg gebracht.

Rubriklistenbild: © dpa

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