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Thomas Sedran wechselt von Opel zu Volkswagen.

Volkswagen holt weiteren Manager

Ex-Opel-Chef Sedran wird neuer Chef-Stratege bei VW

Wolfsburg - Mitten in der Abgasaffäre holt VW abermals einen hochrangigen externen Manager an Bord: Es ist der frühere Chef des Autoherstellers Opel, Thomas Sedran.

Sedran, wird neuer Chefstratege bei Volkswagen, wie Europas größter Autobauer am Montag in Wolfsburg mitteilte. „Er übernimmt diese Funktion mit Wirkung zum 1. November und wird an den Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller berichten“, heißt es in der Erklärung.

In der Abgasaffäre hatte VW eingeräumt, millionenfach Dieselwagen mit einer Software ausgestattet zu haben, die den Schadstoffausstoß auf Prüfständen der Behörden manipuliert. Die 8,5 Millionen Diesel, die nun in Europa zur Werkstatt müssen, sind laut Experten für den Kontinent der größte Rückruf überhaupt- und für VW sowieso. Neben VW-Pkw sind Audi, Seat, Skoda und die VW-Nutzfahrzeuge betroffen.

Vor zehn Tagen hatte VW bereits die Daimler-Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt als künftiges Vorstandsmitglied präsentiert. Die ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht soll sich im VW-Konzern um das Ressort „Integrität und Recht“ (Compliance) kümmern.

Bevor Thomas Sedran Anfang 2012 in den Vorstand der Adam Opel AG berufen wurde hatte er bereits gut 20 Jahre als Berater der Autoindustrie gearbeitet. Der promovierte Ökonom übernahm in Rüsselsheim zunächst das neu geschaffene Ressort Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategien mit dem Ziel, den seinerzeit kriselnden Autobauer auf profitables Wachstum zu trimmen.

Sedran war nie als Dauerlösung bei Opel gedacht

Nach dem Rauswurf des glücklosen Karl-Friedrich Stracke lenkte der heute 51-Jährige das Unternehmen von Juli 2012 bis Ende Februar 2013 übergangsweise sogar. Als Dauerlösung gedacht war das Engagement aber von Anfang an nicht. Mit dem Amtsantritt des heutigen Opel-Chefs Karl-Thomas Neumann wechselte Sedran innerhalb der Opel-Mutter General Motors nach Zürich, wo er für Chevrolet und Cadillac in Europa zuständig war.

Zu seinem Abschied von Opel wurde er mit warmen Worten bedacht: Denn er war nicht nur maßgeblich an der Entwicklung des Zehnjahresplanes beteiligt, mit dem Opel in die Gewinnzone zurückkehren will. Er hat auch die Kosten gedrückt, das Aus der Opel-Fertigung in Bochum verkündet und etwa die Rückkehr des Herstellers ins Fußballsponsoring und in den Motorsport beschlossen.

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