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Abgasskandal: Vorerst keine Beweise gegen VW-Vorstand

Wolfsburg - Die internen Untersuchungen zum Abgasskandal bei Volkswagen sprechen den damaligen Vorstand des Konzerns laut einem Medienbericht von einer Schuld beim Einsatz der Betrugssoftware vorerst frei.

Bisher seien keine Belege dafür gefunden worden, dass Vorstandsmitglieder an der Planung beteiligt waren oder frühzeitig davon erfuhren, berichteten NDR und WDR am Montag. Das treffe auch auf den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn zu.

Unterhalb der Vorstandsebene gelten laut NDR und WDR aber nahezu alle Führungskräfte, die in die Entwicklung des Motors eingebunden waren, als belastet. Sie zählen demnach teilweise zu den Topmanagern im Konzern mit Jahresgehältern von mehr als einer halben Million Euro.

Der Entschluss zum Betrug soll 2006 gefallen sein, wie die beiden Rundfunksender berichteten. Eine entscheidende Rolle solle dabei der damalige Leiter der Motorenentwicklung Rudolf Krebs gespielt haben. Er solle an einer Sitzung im November 2006 teilgenommen haben, auf der der Einbau der Betrugssoftware besprochen wurde. Die Sender zitierten Teilnehmer dieser Runde, wonach Krebs den Einbau gebilligt haben soll. Eine Anfrage von NDR und WDR an Rudolf Krebs blieb unbeantwortet.

Volkswagen hält einen Zwischenbericht zur Aufarbeitung des Abgasskandals vorerst unter Verschluss. Eine Veröffentlichung der Zwischenergebnisse wäre derzeit "mit unvertretbaren Risiken" verbunden, hatte das Unternehmen am Freitag mitgeteilt. Deshalb seien Aufsichtsrat und Vorstand nach Beratungen mit Anwälten zu dem Schluss gekommen, die ersten Ergebnisse nicht wie angekündigt Ende April zu veröffentlichen.

Wer hat im Abgas-Krimi die Nase vorn?

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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