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- München - Die Fluggesellschaft "dba" übernimmt das Geschäft des Konkurrenten "Gexx" und steigt damit zur drittgrößten Linienfluggesellschaft in Deutschland auf. "Die dba braucht eine kritische Masse", sagte dba-Besitzer Hans Rudolf Wöhrl in München.

Diese werde nun durch die Übernahme der 15 Strecken und 12 Flugzeuge von Gexx erreicht, die Marke Gexx und ihr Geschäftsmodell werden dagegen vom Markt verschwinden. Dadurch steigert die dba ihr Passagieraufkommen von drei auf deutlich über vier Millionen Kunden im Jahr. Für die Beschäftigten ändert sich zunächst nichts. Mit der Allianz ist die erwartete Konsolidierung auf dem Markt der Billigflieger einen großen Schritt vorangekommen. <P>Eine spätere wechselseitige Kapital-Verflechtung zwischen der dba und der Gexx-Mutter Germania ist laut Wöhrl möglich, bisher aber nicht vereinbart. "Wir denken intensiv darüber nach, ob der Verlobung eine Ehe folgen soll", sagte Wöhrl, der 80 Prozent der dba-Anteile hält und bereit ist, zu reduzieren.</P><P>Auf den rein innerdeutschen Strecken ist die dba nach eigener Einschätzung bereits größter Konkurrent der Lufthansa. Unter den Linienfliegern, hier sind auch die Linien-Flüge ins Ausland mit eingerechnet, überholt die dba nun Eurowings und wird nach Air Berlin zur Nummer drei. Die Zahl der Strecken, die bedient werden, wird durch das Gexx-Geschäft auf 32 verdoppelt.</P><P>Die seit ihrer Gründung defizitäre dba will im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 (31. März) erstmals schwarze Zahlen schreiben. "Die aktuellen Buchungszahlen sind hervorragend, wir liegen deutlich über Plan", sagte Wöhrl. Das Unternehmen werde einen Gewinn zwischen 0,5 und 2 Millionen Euro machen.</P><P>Germania Express (Gexx) ist eine Marke der Fluggesellschaft Germania. Die Gexx-Flugzeuge bleiben auch künftig im Besitz von Germania. Sie werden umlackiert auf das Logo der dba, die die 12 schon etwas älteren Fokker-Maschinen least. Auch das Personal verbleibt bei Germania. Da es sich formal um keine Unternehmens-Übernahme handelt, gibt es auch keinen Kaufpreis. Vom Markt verschwinden wird auch das Gexx-Preismodell. Als einziger Billigflieger hatte Gexx feste Einheitspreise. Die anderen Anbieter bieten dagegen zum Beispiel Frühbuchern große Rabatte, wer erst kurz vor dem Flug kommt muss dafür deutlich mehr zahlen.</P><P>Die dba hieß früher Deutsche BA und war eine Tochter der British Airways. Wöhrl hatte das Unternehmen 2003 für einen symbolischen Preis gekauft. Seither wurden die Kosten deutlich gesenkt, zudem wirbt die dba vor allem um Geschäftskunden. Da in absehbarer Zeit die Erneuerung der Flugzeugflotte ansteht, die aus älteren Boeing 737 besteht, sucht Wöhrl nach Investoren.</P>

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