Abgesichert in den Urlaub: Was unbedingt nötig ist - und was nicht

- Sorgenfrei in den Urlaub und gut erholt wieder zurück nach Hause - das wünscht sich jeder, der verreist. Doch auch wenn man ungern daran denkt, sollte man für den Fall, dass es kracht, man krank wird oder sich verletzt, vorsorgen. Dazu hier eine Auflistung der möglichen Versicherungen.

<P>Krankenversicherung</P><P>Wer im Ausland zum Arzt geht oder gar in einer Klinik liegt, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen. Daher raten Experten zur Auslandsreise-Krankenversicherung. "Ich rate uneingeschränkt hierzu", sagt Hedwig Telkamp von der Verbraucherzentrale Bayern. Denn eine Rückholung aus dem Ausland übernehmen gesetzliche Krankenkassen nicht. Und wenn der Arzt im Ausland nur eine Privatrechnung ausstellt, zahlt die Kasse nur die Differenz. Auch Privatversicherte und Beamte sollten prüfen, ob für den Fall der Fälle eine Rückholung eingeschlossen ist. Diese Zusatzversicherung ist schon ab 10 Euro zu haben. Telkamp rät zu einem Jahresvertrag. So ist man versichert, wenn man - wie viele in Oberbayern - mal eben zum Wandern oder Skifahren über die Grenze fährt.<BR><BR>Reiserücktritt</P><P>Je früher die Reise gebucht, je teurer sie ist und je mehr Personen teilnehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht angetreten werden kann, gibt Telkamp zu bedenken. Drohen hohe Stornokosten, sei je nach Reise eine Rücktrittsversicherung sinnvoll. Von einer gebuchten Reise kann der Urlauber nur kostenfrei zurücktreten, wenn das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung ausspricht.</P><P>Gepäck versichern?</P><P>Eine Gepäckversicherung ist laut der Verbraucherschützerin weniger nötig. Die Anforderungen an die eigene Sorgfaltspflicht seien so groß, dass viele Leistungen ausgeschlossen würden. Bargeld und Fahrscheine lassen sich sowieso nicht versichern. Ein Tipp: Genau überlegen, ob und welche Wertsachen man mitnehmen muss.<BR><BR>Haftpflicht nur für Reise</P><P>Nur für die Reise eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, ansonsten aber ohne Versicherungsschutz dazustehen, ist gewagt. "Jeder vernünftige Mensch hat sowieso eine Haftpflicht", sagt Telkamp. Das mögliche Risiko - privat etwa für einen Personenschaden mit Millionenbeträgen in Haftung genommen zu werden - kann keiner tragen. Daher sei es auch unverständlich, dass immer noch mehr Deutsche eine Hausrats- statt einer Haftpflichtversicherung hätten. Peter Hemschik vom ADAC in München empfiehlt, beim Mieten eines Autos eine so genannte Mallorca-Police abzuschließen. Damit werde die Haftpflichtdeckungssumme auf die in Deutschland üblichen 3,75 Millionen Euro angehoben.<BR><BR>Rechtsschutz</P><P>Wer sonst ohne eine Rechtsschutzversicherung auskommt, braucht sie sicher nicht extra für den Urlaub, meint Telkamp. Eine Überlegung wäre ein Autoschutzbrief, den man bei fast allen Versicherungen und den Automobilclubs bekommt. Andererseits sei eine Rechtsschutzversicherung schon sehr hilfreich, wenn man, wie es einem ADAC-Mitglied geschah, in Griechenland nach einem Unfall sofort ins Gefängnis gesteckt werde, so Hemschik.<BR><BR>Unfallversicherung</P><P>Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nur für Arbeitsunfälle auf. Eine private Unfallversicherung abzuschließen ist Geschmackssache. "Wenn ich der Meinung bin ich brauche keine zu Hause, brauche im Urlaub auch keine", sagt Telkamp. Und wenn jemand einen Risikosport wie Drachenfliegen betreibe, den nehme sowieso keine Gesellschaft in eine private Unfallversicherung auf.</P>

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