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Ein Heimkino-Abend macht Spaß - aber muss man dafür gleich ein Abo abschließen?

Nie mehr Karteileiche

So reduzieren Sie Ihre Abo-Kosten

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München - Meistens sind es nur kleine Summen, die man für Abos ausgibt. Doch diese Ausgaben summieren sich. Die tz zeigt Ihnen, wie Sie die Abo-Kosten reduzieren können.

Kleinvieh macht viel Mist: Abos für Musik, Filme oder für die eigene Domain kosten meist nur ein paar Euro, doch das summiert sich. 50 oder 60 Euro Fixkosten im Monat sind schnell erreicht. Durchforsten Sie Ihre Kontoauszüge und überlegen Sie, welche Abos Sie überhaupt noch brauchen. Zahlen Sie immer noch fürs Onlinedating, obwohl Sie längst Ihren Traumpartner gefunden haben? Dann sind Sie eine der Millionen von Karteileichen, für die jeder Anbieter dankbar ist.

Musik-Abo kündigen: 9,99 Euro im Monat verlangen Spotify oder Apple für ihre Musik-Flatrates. Haben Sie überhaupt genug Zeit und Muße, um das Angebot zu nutzen? Falls nein: Spotify kündigen Sie (wie bei den meisten Internetdiensten) immer zum Monatsende in Ihrem Kundenkonto. Von Apple Music verabschieden Sie sich im iTunes-Programm (Account => Abos => Verwalten) oder direkt am iPhone oder iPad in Einstellungen => iTunes & App Store. Alternativen: Bei Spotify können Sie mit ein wenig Werbung auch gratis Musik hören. Und bei iTunes kaufen Wenighörer einzelne Songs ab 69 Cent.

Film-Abo kündigen: Wenn Sie zu wenig Zeit für Filme und Serien haben, kündigen Sie etwa Netflix (ab 7,99 Euro im Monat) in Ihrem Kundenkonto. Spartipp: Für 11,99 Euro buchen Sie ein Netflix-Abo, mit dem Sie auf vier Geräten (z.B. Smartphone, Fernseher) gleichzeitig zuschauen können. Netflix erlaubt, dass Sie dieses Konto mit Freunden oder Kollegen teilen – so lange Sie kein Geld dafür verlangen. Wenn Sie zu viert buchen, zahlt jeder bloß noch drei Euro. Wenig-Gucker können bei iTunes Filme und Serien einzeln für ein paar Euro kaufen.

Pay-TV-Abo kündigen: Sky kann hohe Kosten verursachen. Derzeit bekommen Sie ein Abo für Bundesliga oder Sport für 19,99 Euro im Monat. Nach dem ersten Jahr verdoppelt sich der Preis beinahe auf 37,49 Euro. Weil die Verträge 12 oder 24 Monate laufen, dürfen Sie die meist zweimonatige Kündigungsfrist nicht versäumen. Alternative: Wenn Sie nur ab und zu Sky sehen wollen, können Sie den Sender mit einem Einzelticket ohne Abo buchen. Ein gemütlicher Sporttag mit Formel 1 oder Fußball kostet 9,99 Euro.

Computer-Abos kündigen: Die Flirt-Website oder die seit Jahren ungenutzte eigene Internetadresse – sie alle verursachen laufende Kosten. Für viele dieser Angebote gibt es Gratis-Alternativen. Statt Speicherplatz in Apples iCloud zu buchen (1 TB für 9,99 Euro im Monat), können Sie Ihre Daten kostenlos bei Dropbox speichern. Statt dem Office-365-Abo von Microsoft (99 Euro im Jahr) nutzen Sie die kostenfreie Bürosoftware LibreOffice (de.libreoffice.org). Generell gehören alle Internet-Abos auf den Prüfstand. Lohnt sich das Amazon-Prime-Abo für 49 Euro im Jahr wirklich? Wenn Sie die damit verbundenen Zusatzdienste wie Prime Video nicht nutzen, müssen Sie 17-mal im Jahr bei Amazon bestellen, damit Sie profitieren – also alle drei Wochen. Zahlen Sie für Ihren Internetserver immer noch die horrenden Preise von früher? Bei 1&1 gibt’s für 6,99 Euro im Monat professionellen Speicherplatz, im ersten Jahr zahlen Sie nur 99 Cent monatlich.

Hilfe beim Ausmisten: Die Website aboalarm.de hilft Ihnen, laufende Kosten zu reduzieren. Hier finden Sie rechtsverbindliche Kündigungsvorlagen für über 20.000 Firmen. Und wenn Sie wollen, geben Sie Ihre Kontonummer an. Aboalarm durchforstet dann automatisch Ihre Auszüge nach laufenden Kosten und liefert die passenden Kündigungsformulare dazu.

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