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Ein BMW-Angestellter arbeitet im BMW-Werk in Dingolfing an einem Auto der 7er-Reihe. Ab Januar führt BMW in diesem Werk für rund 8800 Beschäftigte wieder Kurzarbeit ein.

Absatzschwäche: Wieder Kurzarbeit bei BMW

Dingolfing - Der Autobauer BMW will die Absatzschwäche bei wichtigen Modellreihen erneut mit Kurzarbeit auffangen. Davon sind im Januar insgesamt rund 8800 Beschäftigte vor allem im größten BMW-Werk in Dingolfing betroffen.

Das bestätigte das Unternehmen in München am Mittwoch auf Anfrage. Nach den Werksferien zum Jahreswechsel und ergänzend zur Nutzung von Arbeitszeitkonten werde in Dingolfing bis Ende Januar noch einmal Kurzarbeit genutzt. Dadurch werde auch im Motorenbau in München und im Landshuter Komponentenwerk Kurzarbeit notwendig.

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Zwar behaupte sich BMW in der Wirtschaftskrise noch vergleichsweise gut, doch machten sich die Auswirkungen der Flaute vor allem im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2007 noch bemerkbar, erklärte das Unternehmen. Im November hatte der weiß-blaue Autobauer seinen weltweiten Absatz von Autos der Marken BMW, Mini und Rolls- Royce auf Monatsbasis zwar wieder um 11,5 Prozent steigern können, doch blieb im Zeitraum von Januar bis November noch immer eine Absatzlücke von 12,2 Prozent. Vom BMW 5er, der nach Unternehmensangaben für zwei Drittel der Produktion in Dingolfing steht, wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahres 16 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Beim BMW 6er lag der Absatz sogar um 45 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der neue 5er BMW

Der neue 5er BMW

Die Kurzarbeit gelte ausschließlich für Januar, von Februar an werde die Produktion des neuen 5er-Modells zur Markteinführung im März eine hohe Auslastung des Werkes Dingolfing sichern, hieß es. “Im weiteren Jahresverlauf 2010 wird es in Dingolfing keine Kurzarbeit mehr geben.“ In dem Werk in Niederbayern sind 8300 der insgesamt 19 000 Beschäftigten betroffen, weitere 400 sind es im Motorenbau in München und 100 in der Landshuter Gießerei. Am Unternehmenssitz in München hat BMW insgesamt 32 000 Beschäftigte, in Landshut sind es insgesamt 3100 Mitarbeiter.

Der Autohersteller hatte bereits Ende vergangenen Jahres mit Produktionskürzungen auf die Absatzkrise in der Automobilindustrie reagiert, im Jahresverlauf 2009 waren zeitweise bis zu 25 000 Beschäftigte in mehreren Werken in Kurzarbeit.

dpa

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