+
In den USA richtet sich die Abwrackprämie nicht nach dem Alter des Fahrzeugs, sondernnach dessen Verbrauch.

Abwrackprämie jetzt auch in den USA

Washington - Auch die USA setzen zur Ankurbelung der Autokonjunktur auf die Abwrackprämie: Das Repräsentantenhaus beschloss am Dienstag in Washington ein Programm.

Die Abwrackprämie soll Besitzern von spritfressenden Modellen in den USA den Umstieg auf sparsamere Neuwagen schmackhaft machen soll. Bis zu 4.500 Dollar (3.200 Euro) soll für die Verschrottung eines Altwagens gezahlt werden. Anders als in Deutschland ist die Abwrackprämie an den Verbrauch und nicht ans Alter des Altfahrzeugs gekoppelt.

Die US-Regierung, die die beiden Autohersteller General Motors und Chrysler mit Milliardensummen vor dem Zusammenbruch zu bewahren versucht, hatte sich für die “Cash for Clunkers“ (“Bares für Rostlauben“) genannte Initiative eingesetzt. Der Autoabsatz ist in den USA im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34 Prozent eingebrochen. Die drei großen US-Hersteller - neben GM und Chrysler noch Ford - erwarten in diesem Jahr den Absatz von 9,5 Millionen Autos.

2008 waren es 13 Millionen und 2007 mehr als 16 Millionen Autos. Die Abwrackprämie beträgt je nach Spritverbrauch 3.500 bis 4.500 Dollar. Wer ein Auto kauft, das zwei Meilen (3,2 Kilometer) pro Gallone (3,8 Liter) weiter kommt als das alte, bekommt 3.500 Dollar. Wer die Reichweite auf 10 Meilen pro Gallone steigert, bekommt 4.500 Dollar. Die Maßnahme ist auf ein Jahr begrenzt. Sie wird den Staat Schätzungen zufolge vier Milliarden Dollar kosten.

“Verkaufsanreize sind die einzige Chance, die Autoindustrie wieder auf die Beine zu stellen“, sagte der republikanische Abgeordnete Donald Manzullo. Sein Fraktionskollege Jeff Lake sieht das anders: “Es ignoriert die ökonomischen Gesetze und sagt, wir können genug Nachfrage herstellen, um die Autoindustrie über Wasser zu halten.“ Der Senat muss dem Programm noch zustimmen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Aufregung um deutsche Autobauer: Einem Medienbericht zufolge durchsuchen Ermittler Räumlichkeiten von BMW. Der Grund: Kartellvorwürfe.
Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax …
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Madrid (dpa) - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. Diese Zahl …
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Nach der Vereinbarung mit Lufthansa wird die Zeit für den Verkauf der übrigen Air-Berlin-Teile knapp. Mit Easyjet wurde die insolvente Fluggesellschaft bislang nicht …
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen

Kommentare