Ackermann kommt Gewinnziel näher

- Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank legt an diesem Freitag (28.10.) ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2005 vor. Analysten erwarten, dass Vorstandssprecher Josef Ackermann dabei seinem ehrgeizigen Gewinnziel, 2005 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 Prozent zu erzielen, einen weiteren Schritt näher rückt. Im ersten Halbjahr hatte die Rendite bereits 29 Prozent betragen.

Für das dritte Quartal wird im Schnitt ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,64 Milliarden Euro erwartet (Vorjahreszeitraum: 1,01 Mrd Euro).

Hintergrund dürften vor allem die gut laufenden Geschäfte im Investmentbanking sein. In diesem Bereich gehört die Deutsche Bank zu den Spitzenreitern weltweit. Für einen massiven Stellenabbau, an dem Ackermann trotz steigender Gewinne festhält, sind weitere Restrukturierungskosten zu erwarten. In der Rendite-Prognose sind diese Ausgaben allerdings nicht berücksichtigt.

Der Chef der größten deutschen Bank erfährt am 21. Dezember, ob er als Angeklagter im Mannesmann-Prozess erneut vor Gericht erscheinen muss. Im vergangenen Jahr war Ackermann in dem Rechtsstreit um Millionen-Prämien in erster Instanz freigesprochen worden, nun ist das Verfahren beim Bundesgerichtshof anhängig. Innerhalb der Bank genießt der Schweizer Manager nach Einschätzung von Branchenkennern derzeit Rückhalt, was auch auf die positive Geschäftsentwicklung zurückzuführen ist.

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