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Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann : "Wir haben alle auch Fehler gemacht." (Archivbild)

Ackermann räumt Fehler in Finanzkrise ein

Berlin/Frankfurt/Main - Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat eigene Fehler und persönliche Vermögensverluste im Laufe der Finanzkrise eingeräumt. "Wir haben alle auch Fehler gemacht und geben das unumwunden zu."

Das sagte der Schweizer in dem am Montag ausgestrahlten ARD-Jahresrückblick. Eine Entschuldigung bei den deutschen Sparern lehnte der Chef des größten Kreditinstituts Deutschlands aber ab. Tatsächlich hätten die Mitarbeiter der Banken und Sparkassen in Deutschland im Verlauf der Krise "eigentlich ganz tolle Arbeit" geleistet.

Ackermann sprach sich erneut für engere Rahmenbedingungen am Finanzmarkt und stärkere Aufsicht insbesondere in den USA aus. Die gute Zusammenarbeit von Zentralbanken, dem Staat, der Banken selbst und der Kunden mache ihn aber sicher, dass die Fehler, die zum Desaster geführt haben, nicht wiederholt würden.

"Ich habe auch Vermögenseinbußen erlitten", sagte der Bankchef weiter. Mit dem freiwilligen Verzicht der Führungsriege der Deutschen Bank auf Boni sinke zudem sein Gehalt unter zwei Millionen Euro. "Das soll auch ein Zeichen sein, dass wir unsere Mitschuld anerkennen und etwas dazu beitragen, dass dieses Desaster so nicht mehr vorkommen kann."

dpa

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