ADAC fordert Initiative gegen hohe Spritpreise

München - Der Automobilclub ruft Politik, Wirtschaft und Verbände zu einer eigenen Initiative gegen explodierende Spritpreise auf.

Der Benzinpreis sei aktuell zu hoch und könne nicht auf diesem Niveau bleiben, betonte ADAC-Sprecher Andreas Hölzl am Freitag in München.

Deutsche Autohersteller, die Mineralölkonzerne und Politiker in Berlin und Brüssel seien gefragt. ADAC-Präsident Peter Meyer forderte, die Mineralölsteuer zumindest auf das Durchschnittsniveau der Nachbarländer zu senken. Immerhin 10 Cent werde dadurch das Benzin billiger. "Wir können nicht zusehen, wie die Spritpreise jeden Tag neue Rekordmarken erklimmen und so die Mobilität jedes einzelnen Autofahrers in Deutschland immer weiter gefährdet wird", erklärte Meyer. Die Erhöhung des Ölpreises wird nach Angaben des ADAC komplett an die Autofahrer weitergegeben.

Im Herbst steige regelmäßig die Nachfrage nach Heizöl, was sich offensichtlich vor allem auf den Dieselpreis massiv auswirke. Die Differenz zwischen Diesel und dem eigentlich viel teureren Superbenzin hat sich auf 13 Cent verringert. Der Steueranteil für einen Liter Benzin beträgt laut ADAC 88 Cent - bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das mehr als 44 Euro, die der Autofahrer an Steuern zahlt. Der ADAC empfiehlt, auf eine preisbewusste Fahrweise zu achten und die Preise an den Tankstellen zu vergleichen. Immerhin 20 bis 30 Prozent könnten Autofahrer dadurch einsparen. (dpa/lby)

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