ADAC: Sprit-Touren lohnen sich häufig nicht

- Seit Jahren nutzen zahlreiche bayerische Autofahrer, die in den Grenzregionen wohnen, das Preisgefälle an der Zapfsäule und fahren regelmäßig zum Vollmachen nach Tschechien oder Österreich. Nach Angaben des ADAC rechnet sich der Tanktourismus jedoch oft nicht: "Viele Autofahrer unterschätzen die ihnen dabei entstehenden Kosten pro gefahrenen Kilometer."

Zu diesem Ergebnis kommen Experten des Autoclubs, nachdem sie für drei Fahrzeug-Klassen die Ersparnis beim Tanken den anfallenden Betriebskosten der Tour gegenübergestellt haben. Dabei wurde angenommen, dass der Halter einfach 20 Kilometer zur ausländischen Tankstelle zurücklegen muss.

Bei einem Auto der unteren Mittelklasse wie einem Golf oder einem Opel Astra hat der ADAC pro Kilometer 18,5 Cent Betriebskosten angesetzt, wodurch der Geldbeutel je Fahrt mit 7,40 Euro belastet wird. Bei einem Spritpreis-Unterschied von 15 Cent je Liter und einer Füllung von 50 Litern liegt die Ersparnis gegenüber der heimischen Tankstelle bei 7,50 Euro. Unterm Strich ergibt sich aber nur ein Vorteil von zehn Cent. Für Autos mit höheren Betriebskosten von beispielsweise 22,7 Cent (3er-BMW, Mercedes C-Klasse) oder 26 Cent (Audi A6) fällt das Ergebnis trotz größerer Tanks sogar leicht negativ aus.

Fazit des ADAC: "Tanken im Ausland lohnt sich nur für den, der unmittelbar im Grenzgebiet wohnt, und bei hohen Preisunterschieden."

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