ADAC: Überhöhte Benzinpreise erreichen Jahreshoch

München - Der ADAC hat den Mineralölkonzernen stark überhöhte Benzinpreise an den Tankstellen vorgeworfen. So seien am Dienstag die Preise auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen.

Nach dem Preisvergleich in 20 deutschen Städten sei der Benzinpreis am Dienstag im Schnitt auf rund 1,38 Euro pro Liter gesprungen, teilte der ADAC in München mit. “Das war so hoch wie noch nie in diesem Jahr“, sagte ein ADAC-Sprecher. Der Ölpreis sei dagegen weitgehend stabil geblieben und könne daher nicht als Rechtfertigung für die jüngste Preiserhöhung dienen. Diesel habe sich ebenfalls deutlich verteuert und koste aktuell im Schnitt rund 1,12 Euro je Liter.

Der ADAC vergleicht jeweils zur Monatsmitte die Preise an Markentankstellen in 20 deutschen Städten, freie Tankstellen sind dabei nicht einbezogen. Beim Benzin legte der Durchschnittspreis im Vergleich zu Mitte Mai demnach um gut sechs Cent zu und auch beim Diesel waren es etwa sechs Cent.

In 15 der 20 untersuchten Städte lag der Benzinpreis nach einer bundesweiten Preisrunde am Dienstag mit 1,379 Euro je Liter gleichauf. In München, Frankfurt, Hannover, Erfurt und Dresden sei der Preis sogar über die Marke von 1,38 Euro geklettert, hieß es. Am teuersten tanken die Autofahrer in Dresden mit einem Durchschnittspreis von 1,389 Euro je Liter Benzin.

Diesel war in Rostock und Kiel mit einem Preis von durchschnittlich 1,117 Euro je Liter am günstigsten. Auch beim Diesel erwies sich Dresden neben Hannover als teuerste Stadt. In den beiden Städten lag der Durchschnittspreis bei 1,122 Euro je Liter Diesel.

dpa

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