Er sitzt in U-Haft: Audi-Chef Stadler festgenommen

Er sitzt in U-Haft: Audi-Chef Stadler festgenommen
+
Adidas will seinen Marktanteil in den USA erhöhen. Foto: Daniel Karmann

Wildern im Gebiet des Rivalen

Kampfansage: Adidas will US-Marktanteil deutlich steigern

Platzhirsch Nike hat zuletzt auf dem US-Heimatmarkt geschwächelt. Der Konzern kämpft mit Konkurrenz durch den Wettbewerber Under Armour, aber auch durch den wieder erstarkten Rivalen Adidas.

Frankfurt/Herzogenaurach - Adidas will seinen zuletzt etwas glücklosen US-Rivalen Nike weiter ärgern und in dessen Heimatland den eigenen Marktanteil kräftig erhöhen. "In jedem Markt der Welt haben wir einen Anteil von mindestens 15 bis 20 Prozent", sagte Adidas-Finanzvorstand Harm Ohlmeyer der "Börsen-Zeitung" (Samstag). "Unser mittelfristiges Ziel ist es, auch in den USA dorthin zu kommen." Aktuell liege Adidas noch deutlich darunter.

Marktforscher nennen Werte von rund 10 Prozent. In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen seinen Anteil in den USA in etwa verdoppelt. Die Nachfrage dort sei weiterhin groß, sagte Ohlmeyer. "Aber das Wachstum war zu schnell für unsere Infrastruktur." Um Lieferschwierigkeiten zu beheben, die es zeitweise in der zweiten Jahreshälfte 2017 gegeben habe, baue Adidas in diesem Jahr die Lagerkapazitäten in den USA aus.

Die Chancen der amerikanischen Marke Reebok, Teil von Adidas zu bleiben, schätzt der Finanzvorstand als gut ein: "Wir sind sehr zuversichtlich." Mit dem Schließen von Factory-Outlet-Centern in den USA sei ein wichtiger Teil der Restrukturierung erledigt. "So wird Reebok 2018 auch in Amerika wachsen."

Im vergangenen Jahr ging der Umsatz der Marke in den USA weiter zurück, während er in den anderen Regionen zulegte. Die Gewinnschwelle hat Reebok nach Ohlmeyers Worten nicht erreicht: "Die Marke ist noch lange nicht auf dem Niveau, das wir anstreben."

Der Umbau bei Reebok hatte das Wachstumstempo des Konzerns im dritten Quartal 2017 gebremst. Hinzu kamen negative Währungseffekte. "2017 hatten wir Gegenwind aufgrund des zeitweise starken Dollar", sagte Ohlmeyer. In diesem Jahr gebe es dank Sicherungsgeschäften für den Konzern diese negativen Währungseffekte nicht.

Der Hauptgrund, warum Adidas so viel Geld verdient

Der Umsatz im Onlinehandel sei im vergangenen Jahr um die Hälfte auf rund 1,5 Milliarden Euro gewachsen, sagte Ohlmeyer. Damit erziele Adidas in den großen Märkten "schon deutliche Skaleneffekte", zum Beispiel bezogen auf Kosten für Lieferungen und Kreditkartenzahlungen. Wie der E-Commerce sollen standardisierte Geschäftsprozesse die operative Konzernmarge verbessern. "Wir wollen aus 20 Einzelunternehmen im Konzern eines machen", so der Finanzchef. Dafür werde zum Beispiel der Einkauf von Computern, Möbeln und Büroartikeln gebündelt.

Fußball-Trikots: Warum kostet das Stück Stoff so viel?

Im dritten Quartal hatte Adidas mit 526 Millionen Euro gut 36 Prozent mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Dabei hilft, dass der Konzern viele Produkte verkauft, die eine hohe Marge bringen, zumal Sportmode ohnehin zunehmend im Alltag getragen wird. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2017 will Adidas am 14. März präsentieren.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Aldi hat den Traum-Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Der Discounter Aldi hat seit einigen Tagen einen Aufstell-Pool im Angebot. Steht einem heißen Sommer mit Abkühlung im Garten also nichts mehr im Weg, oder?
Aldi hat den Traum-Swimming-Pool im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Audi-Chef Stadler festgenommen: Untersuchungshaft
Erst vor wenigen Tagen durchsuchten Ermittler die Privatwohnung von Audi-Chef Stadler in Ingolstadt. Der Verdacht: Betrug im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre. Jetzt …
Audi-Chef Stadler festgenommen: Untersuchungshaft
Er sitzt in U-Haft: Audi-Chef Stadler festgenommen
Neuer Paukenschlag in der Abgasaffäre: Audi-Chef Rupert Stadler wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft. Vergangene Woche war bereits sein Haus durchsucht …
Er sitzt in U-Haft: Audi-Chef Stadler festgenommen
Rewes WM-Tweet geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder
Ein eigentlich witzig gemeinter Tweet zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko von Rewe ging nach hinten los. Wenig später löschte die Supermarkt-Kette ihn wieder und gab …
Rewes WM-Tweet geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.