Projekt Store Factory

Adidas will Wunsch-Schuhe im Laden herstellen

Berlin - Bislang kommt die Ware der großen Sportmarken meist aus Asien. Adidas geht jetzt einen neuen Weg: Der Sportkonzern will seinen Kunden Kleidung und Schuhe bald direkt im Geschäft auf den Leib schneidern.  

"Die Kunden bekommen Schuhe, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind und perfekt zu ihren Füßen und ihrem Bewegungsablauf passen", sagte Adidas-Manager Glenn Bennett dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Das Projekt Store Factory (Ladenfabrik) soll demnach in zwei Jahren starten. Auch Kleidung solle in den Läden hergestellt werden, "die den Käufern perfekt passt und genau so aussieht, wie sie es wollen", wie Bennett weiter sagte.

Adidas geht mit Speed Factory in Testbetrieb

2016 geht zudem die sogenannte Speed Factory in den Testbetrieb, eine hoch automatisierte Schuhproduktion, wie Bennett ankündigte. "Kommendes Jahr werden wir die ersten 500 Paar Schuhe in einer Speed Factory herstellen", sagte der Manager der Zeitung. Ein Prototyp entstehe derzeit bei einem Zulieferer im bayerischen Ansbach. Bewähre sich die Fertigungslinie, könne sie künftig überall auf der Welt aufgestellt werden.

Adidas mit Umsatzsteigerung

Adidas legte am Donnerstag seine Quartalszahlen vor. Der Umsatz stieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 3,91 Milliarden Euro; der Gewinn legte leicht um 1,4 Prozent auf 146 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. "Ich bin sehr zufrieden, wie gut Adidas und Reebok bei den Konsumenten ankommen", erklärte Konzernchef Herbert Hainer.

afp

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