Adler Modemarkt: Die bekannte Modekette kämpft wegen der Corona-Pandemie ums Überleben.
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Adler Modemarkt: Die bekannte Modekette kämpft wegen der Corona-Pandemie ums Überleben.

Corona-Folge

Große deutsche Modekette: Rettung droht zu scheitern - Chef sendet dramatischem Hilferuf

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Die Corona-Krise hat in vielen Branchen tiefe Spuren hinterlassen. Auch bei großen Modehändlern hat sich die Lage zugespitzt. Viele hoffen auf staatliche Hilfe - manche womöglich vergeblich.   

Haibach - Der wegen der Corona-Pandemie unter Druck geratene Modehändler Adler fühlt sich in der Pandemie von der Bundesregierung im Stich gelassen. Geld aus der staatlichen Überbrückungshilfe III stünden dem Unternehmen trotz unverschuldeter Finanzprobleme nicht zu, beklagte Vorstandschef Thomas Freude am Dienstag.

Das Unternehmen aus Haibach bei Aschaffenburg mit etwa 3200 Mitarbeitern befindet sich seit Januar im Prozess einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Freude zufolge war Adler vor der Pandemie kerngesund. „Wir hatten keinerlei Bankverbindlichkeiten.“ Durch das staatlich verordnete Schließen der mehr als 140 deutschen Standorte habe Adler seit dem Frühjahr 2020 allerdings rund 280 Millionen Euro Umsatz eingebüßt.

Adler Modemärkte: Hoffnung auf Darlehen

Adler benötige ein Darlehen aus Berlin in Höhe von rund zehn Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds, dem staatlichen Rettungsschirm in der Corona-Krise, so Freude. Bisher gebe es allerdings keine Zusage.

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte „zu laufenden Prüfungen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds keine Auskunft geben“, wie die Pressestelle des Ministeriums mitteilte. Das Bundesfinanzministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. (dpa/utz)

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