AEG-Frühschicht legt Arbeit nieder

- Nürnberg - Nach der Entscheidung zur Schließung des AEGWerks Nürnberg haben rund 800 Beschäftigte der Frühschicht am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Sie versammelten sich vor den Werkstoren zu einer Kundgebung. "Die Produktion ist lahm gelegt", sagte Roland Weiß von der IG Metall. Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte am Montag beschlossen, das AEG-Werk mit 1750 Beschäftigten bis Ende 2007 aus Kostengründen zu schließen.

Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer übte heftige Kritik am Konzern. In der Führung säßen "schamlose und charakterlose Herren", die sich nicht für die Angebote der Arbeitnehmerseite interessiert hätten, sagte Neugebauer im Bayerischen Rundfunk (BR).

Angaben des Unternehmens, AEG habe mit jeder in Nürnberg produzierten Waschmaschine Verluste gemacht, bezeichnete der IG-Metall-Chef als "Dummschwätzerei". Die IG Metall will für die AEG-Beschäftigten einen Sozialtarifvertrag durchsetzen. Dazu sei bereits eine Tarifkommission gebildet worden, sagte Weiß.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mindestlohn hat untere Tarifgehälter angehoben
Der 2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn hat vor allem in typischen Niedriglohnbranchen gewirkt.
Mindestlohn hat untere Tarifgehälter angehoben
Reisemobile werden in Deutschland immer beliebter
Düsseldorf (dpa) - Reisemobile und Caravans sind in Deutschland so gefragt wie nie zuvor. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres seien mehr als 48 000 …
Reisemobile werden in Deutschland immer beliebter
Deutsche Post baut jetzt mit Ford größere E-Transporter
Die Post gehört zu den großen Herstellern von E-Autos in Deutschland. Bis 2050 will der Konzern seine Fahrzeugflotte komplett CO2-frei machen. Gemeinsam mit Ford stellt …
Deutsche Post baut jetzt mit Ford größere E-Transporter
Air-Berlin-Insolvenz: Ryanair reicht Kartellbeschwerde ein
Geht bei der Insolvenz von Air Berlin alles mit rechten Dingen zu? Konkurrent Ryanair sieht Mauschelei zwischen der Bundesregierung und deutschen Airlines. Das …
Air-Berlin-Insolvenz: Ryanair reicht Kartellbeschwerde ein

Kommentare