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Privatleute in London können ihre Wohnungen künftig nur noch maximal 90 Tage im Jahr über die Vermittlungsplattform Airbnb vermieten.

Für Angebote in London

Das ändert sich für die Vermieter bei Airbnb

München - Privatleute in London können ihre Wohnungen künftig nur noch maximal 90 Tage im Jahr über die Vermittlungsplattform Airbnb vermieten. Die Begrenzung gilt ab kommendem Frühjahr.

Eine Überschreitung sei nur möglich, wenn der Anbieter eine explizite Genehmigung der örtlichen Behörden vorlege, erklärte das Unternehmen. Zugleich will Airbnb ab dem Frühling "unwillkommene" kommerzielle Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten in London aus seinem Angebot entfernen.

Das US-Unternehmen ist mit dem Vorwurf konfrontiert, die angespannte Wohnungslage in der britischen Hauptstadt zu verschärfen. Die Stadtverwaltung beklagt unter anderem, dass professionelle Investoren sich dort Wohnungen kaufen, nur um sie über die Vermittlungsplattform anzubieten.

Airbnb erhält viel Druck von Außen

Airbnb betonte bei Bekanntgabe der neuen Vorgaben am Donnerstag, die "große Mehrheit" der Anbieter in London seien "normale Leute, die ihre Unterkunft teilen, um in einer der teuersten Städte der Welt wohnen zu können". Der typische Anbieter vermiete seine Wohnung an 50 Nächten im Jahr und verdiene damit 3500 Pfund (4140 Euro). Insgesamt habe die "Airbnb-Gemeinschaft" vergangenes Jahr rund 1,3 Milliarden Pfund zur Londoner Wirtschaft beigesteuert.

Airbnb sieht sich insbesondere in großen Städten mit zunehmender Regulierung und öffentlichem Druck konfrontiert. Erst am Donnerstag beschloss die Stadtverwaltung von Amsterdam, dass ab nächstem Jahr private Zimmer nur noch an 60 Tagen im Jahr über das Portal vermietet werden dürfen. In der vergangenen Woche wurden in Barcelona gegen das Unternehmen und seinen Konkurrenten HomeAway Strafen von jeweils 600.000 Euro angekündigt - sie sollen ohne Genehmigung Wohnungen an Touristen vermittelt haben.

afp

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