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Für die meisten jüngeren Fahrzeuge ist eine Nachrüstung mit einem Partikelfilter möglich. Doch manchmal muss man dazu mehrere Anbieter abklappern.

Ärger um Diesel-Partikelfilter: Nicht gleich aufgeben

München - Viele Fahrer von Diesel-Autos bleibt ab Oktober 2012 die Münchner Innenstadt versperrt. Der Fall von Josef Kraft, der seinen Mercedes ML 400 CDI nur nach langem Hindernislauf mit einem Rußfilter nachrüsten konnte und damit die grüne Plakette für freie Fahrt bekam, ist ein Musterbeispiel.

Nicht in jedem Fall werden Betroffene von ihrem Händler und ihrer Fachwerkstatt die entsprechende Hilfestellung bekommen. In vielen Fällen lohnt es sich deshalb, sich selbst auf die Suche zu machen. Selbst wenn ein Filter-Hersteller für ein Auto keine Nachrüstung anbietet, könnte ein anderer, oft auch kleinerer Anbieter doch eine Lösung bereithalten.

Umgekehrt verschwinden Lösungen auch wieder vom Markt. So zum Beispiel für bestimmte Opel-Modelle, für die es bis vor wenigen Monaten einen Rußpartikelfilter gab, der aber jetzt nicht mehr erhältlich ist. Gründe für den Rückzug sind nicht bekannt. Anton Mangold, Geschäftsführer des Eschenloher Anbieters Oberland, schätzt, dass sich 70 bis 80 Prozent der Autos mit gelber Plakette auf grün nachrüsten lassen.

Der ADAC kann nach eigener Aussage den Autofahrern nicht weiterhelfen. Eine umfassende Liste über nachrüstbare oder nicht nachrüstbare Autos führt der Club nicht. Helfen kann die Internet-Seite www.partikelfilter-nachruesten.de, die die Angebote der großen Hersteller zusammenfasst.

Eine Faustformel, an die man sich halten kann, gibt es aber nicht. In der Regel wird man für Autos, die später gebaut wurden, leichter und vor allem auch kostengünstiger eine Lösung finden als für ältere. Doch bei bestimmten Nischenmodellen mit kleinen Stückzahlen lohnen sich die notwendigen Tests für die Hersteller nicht – oder die Nachrüstung wird sehr teuer. Im Zweifel sollte man bei den Anbietern nachhaken.

Das Baujahr dagegen ist nicht entscheidend. Allerdings sind die Angebote je nach Marken sehr unterschiedlich. Während es für alte Mercedes-Modelle vereinzelt bis zurück ins Baujahr 1983 Wege zur grünen Plakette gibt, sind Diesel-BMW selbst in den frühen 1990er Jahren bestenfalls bis zur roten Plakette nachrüstbar, die in München schon längst nicht mehr weiterhilft. Da spielt wohl der früher wesentlich höhere Diesel-Anteil des Stuttgarter Herstellers eine Rolle, sodass sich bei den Altfahrzeugen eine ausreichende Nachfrage ergibt. Für Fahrzeuge vor 1983 stellt sich die Frage einer verpflichtenden Nachrüstung ohnehin nicht. Ihre Halter können die Zulassung als historisches Fahrzeug beantragen. Für Oldtimer mit einem H-Kennezeichen gelten auch in den Fahrverbotszonen Ausnahmeregelungen.

Martin Prem

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