Afrika-Hilfe wird bis 2010 verdoppelt

- Gleneagles - Die G-8-Staaten wollen ihre Hilfe für Afrika bis 2010 auf 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr verdoppeln. Auf ihrem Gipfeltreffen in Gleneagles beschlossen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten zudem einen Schuldenerlass von 40 Milliarden für die 18 ärmsten Länder der Welt. Zur Verbesserung des Klimaschutzes will die G 8 im Herbst ein Dialogforum mit Schwellenländern wie China und Indien starten.

Der britische Premierminister Tony Blair hatte die Afrika-Hilfe zum Schwerpunkt erklärt und sich mit seinen Zielen weitgehend durchgesetzt. Die Aufnahme konkreter Beträge in die Abschlusserklärung war bis zuletzt strittig. Die zusätzliche Afrika-Hilfe soll zu einer Erhöhung der gesamten weltweiten Entwicklungshilfe um 50 Milliarden Dollar bis 2010 führen. Auf gemeinsame Finanzierungsinstrumente verständigten sich die Gipfelteilnehmer aber nicht."Dies ist nicht das Ende der Armut in Afrika, aber es ist die Hoffnung, dass sie beendet werden kann", sagte Blair. Im Afrika-Aktionsplan enthalten ist das Ziel eines weltweiten Zugangs zur Behandlung von Aids und der Aufbau einer Friedenstruppe. Zudem ist der Abbau von Handelsbarrieren geplant.Die Vereinbarung werde nicht allen Wünschen gerecht, sagte Blair. "Aber sie ist ein realer, erreichbarer Fortschritt." Er machte deutlich, dass weitere Maßnahmen folgen müssten. "Es ist ein Anfang, nicht das Ende."Bei dem Gipfel sollten etwa zehn Abschlussdokumente unterzeichnet werden. Beim Streitthema Klimawandel wurde ein Kompromiss erzielt. In der gemeinsamen Erklärung bekennen sich die G 8 unverbindlich zu dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu mindern. Konkrete Grenzwerte wie im Kyoto-Protokoll werden aber nicht genannt. Zu dem 1997 unterzeichneten Klimaabkommen heißt es lediglich: "Diejenigen von uns, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, begrüßen das Inkrafttreten und werden sich dafür einsetzen, dass es ein Erfolg wird."

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