Agfa: Photo-Me legt Übernahmeangebot vor

- Leverkusen - Die britische Gruppe Photo-Me hat für die insolvente Agfa-Photo GmbH ein Kaufangebot unterbreitet. Das bestätigte ein Firmensprecher.

Nach bisherigen Berichten wird Photo-Me, nach eigenen Angaben weltweit größter Betreiber von Fotoautomaten, bundesweit nur 400 der derzeit noch rund 1100 Beschäftigten übernehmen. Vor allem die 240 Mitarbeiter in Peiting und München haben kaum Hoffnung auf die Erhaltung ihrer Jobs. Bis zur Insolvenzanmeldung im Mai 2005 hatte Agfa-Photo gut 1800 Mitarbeiter. Davon wechselten inzwischen 750 in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, in der sie ein Jahr lang 90 Prozent ihres letzten Lohnes erhalten sollen.

Ob die Gläubiger das Angebot des britischen Unternehmens absegnen werden, ist ungewiss. Entscheidend hierfür wird sein, ob sich PhotoMe bereit erklärt, zügig offene Rechnungen zu begleichen. Bei vielen Unternehmen, die noch auf ihr Geld von Agfa-Photo warten, sollen ebenfalls Arbeitsplätze gefährdet sein.

Vor rund einem Jahr hatte der Agfa-Gevaert-Konzern seine traditionsreiche Fotosparte an Finanzinvestoren verkauft. Hauptgesellschafter wurde die Nanno Beteiligungsgesellschaft um den Unternehmer Hartmut Emans. Anfang November 2004 begann für AgfaPhoto der Neuanfang als eigenständige Unternehmensgruppe. Nur sieben Monate später stellte das Unternehmen wegen Zahlungsunfähigkeit überraschend einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Für die Insolvenzverwalter gestaltete sich die Suche nach Investoren schwierig. So war unter anderem der Finanzinvestor Cerberus wegen ungeklärter Lizenzrechte aus den Verhandlungen ausgestiegen. Es gibt aber zahlreiche Interessenten für einzelne Teile von Agfa-Photo.

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