Agfa: Rettung in Sicht, aber nicht für Bayern

- Peiting - Für die insolvente Agfa-Photo GmbH gibt es wieder Hoffnung. Der britische Fotoautomatenbetreiber Photo-Me habe ein verbindliches Übernahmeangebot angekündigt, sagte ein Sprecher von AgfaPhoto. Für die bayerischen Standorte Peiting und München sieht es allerdings düster aus.

Bei den Gesprächen am Wochenende zwischen Photo-Me, dem belgischen Konzern Agfa Gevaert als früherer Mutter von Agfa-Photo und der - nicht insolventen - Agfa-Photo Holding um den Mehrheitsanteilseigner Hartmut Emans habe es Bewegung gegeben. Photo-Me sieht den Streit um die Lizenzrechte offenbar als geklärt an.

Nach bisherigen Berichten wird Photo-Me allerdings bundesweit nur 400 der derzeit noch rund 1100 Beschäftigten übernehmen. Photo-Me ist der einzige Bieter, der Agfa-Photo als Gesamtunternehmen übernehmen würde. Bundesweit könnten bei einer Übernahme durch Photo-Me 400 Stellen gesichert werden. Die Kaufsumme, die Photo-Me bieten will, war zunächst unbekannt. Die Produktion von Großlaborgeräten - und damit die Standorte Peiting (mit 120 Mitarbeitern) und München (120 Mitarbeiter) - steht jetzt wohl vor dem Aus. Sollte Photo-Me nicht zum Zuge kommen, gibt es Interessenten für Teile der langjährigen Bayer-Tochter mit einst gut 1800 Mitarbeitern. So hatte etwa der japanische Fotohersteller Fuji Interesse an der Großlaborgeräte-Produktion mit rund 60 Beschäftigten bekundet - was zumindest einigen bayerischen Beschäftigten eine Perspektive bieten würde.

Die Agfa-Photo GmbH war erst im November 2004 als selbstständiges Unternehmen an den Start gegangen und hatte bereits im Mai 2005 wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.

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