Wie werden sie verteilt?

Agrarminister entscheiden EU-Zuschüsse

München - Die Agrarminister der Länder treffen sich heute, um über die Verteilung der Milliardenzuschüsse der Europäischen Union an die Landwirte zu entscheiden. Bislang war eine Einigung an den unterschiedlichen Interessen der Bundesländer gescheitert.

Insgesamt werden künftig nach den Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums zusammengerechnet etwa 6,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Davon entfallen fünf Milliarden auf die Direktzahlungen, mit denen die Bauernhöfe abhängig von der Betriebsgröße bezuschusst werden. Das sind etwa zehn Prozent weniger als bisher. Etwa 1,2 Milliarden werden für die sogenannte zweite Säule zur Verfügung stehen, mit der die ländliche Entwicklung gefördert werden soll. Vorsitzender der Agrarminister ist der bayerische Ressortchef Helmut Brunner (CSU).

Eine Einigung war bislang wegen zweier großer Konfliktlinien nicht möglich: Die Grünen-Umweltminister fordern eine weitere Kürzung der Direktzahlungen, damit in der zweiten Säule mehr Geld für Umweltprogramme, Öko-Landbau und Naturschutz zur Verfügung steht. Dagegen hat bereits der Deutsche Bauernverband protestiert. Bayern wiederum fordert eine Sonderförderung für kleinere und mittlere Höfe, die auf Kosten der Großbetriebe gehen würde. Dagegen leisten vor allem die ostdeutschen Agrarminister Widerstand, weil es dort die meisten Großbetriebe gibt. Der Bayerische Bauernverband forderte die Minister vorab auf, sich zu einigen. Die Bauern bräuchten sachorientierte Lösungen statt eines „Bauernopfers mit faulen Kompromissen“, kritisierte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.

dpa

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