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Ilse Aigner hat Sorge um die Erdgasversorgung in Deutschland.

Exklusive Recherchen des Münchner Merkur

Aigner: Gasversorgung ist unsicher

München - Ilse Aigner hält die Erdgasversorgung in Deutschland nach Recherchen des Münchner Merkurs für nicht ausreichend sichergestellt. Das geht aus einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Gabriel hervor. 

Bayerns Wirtschaftsminsterin Ilse Aigner (CSU) hält die Erdgasversorgung in Deutschland derzeit nicht für ausreichend sichergestellt. Das berichtet der "Münchner Merkur" (Donnerstags-Ausgabe). Dies geht aus einem Schreiben Aigners an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hervor. Der Brief der Ministerin liegt dem "Münchner Merkur" vor. Die Gefahr, dass Erdgaslieferungen zu politischen Zwecken genutzt würden, sei groß.

„Wir dürfen über die Abhängigkeit von Erdgas nicht politisch erpressbar sein“, warnt die CSU-Politikerin. Anlass der Befürchtungen Aigners sind Berichte aus EU-Staaten, wonach Russland seine Gaslieferungen gedrosselt hat. Vor zwei Wochen war in der Slowakei 10 Prozent weniger Gas aus Russland als bestellt angekommen; in Polen waren es 20 Prozent.

Aigner fordert von Gabriel eine „Null-Risiko-Strategie“. Dazu müsse eine „ausreichend dimensionierte nationale Erdgasreserve“ geschaffen werden, ebenso eine leistungsfähige Transport- und Entladestruktur für flüssiges Erdgas. Die Ministerin bemängelt, dass die Politik auf die Füllstände der Speicher keinen Einfluss habe. Darüber entschieden allein die Händler aufgrund aktueller Marktsignale. Niemand könne garantieren, dass im Herbst nicht größere Gasmengen aus den Speichern entnommen würden. Ein solches Risiko sei für die Energiewirtschaft und den Industriestandort Deutschland nicht hinnehmbar.

mm

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